Damit Integration gelingt

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Windach feierte die Eröffnung des neuen Büros für Migrationsberatung. Auf unserem Bild (v. links): Mohamed, Bernhard Jentsch und Bettina Buschbeck vom Helferkreis, Mohamed, Bürgermeister Richard Michl, Sozialpädagogin Eveline Koch und Andreas Lehner, Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes.

Windach – Als „Leuchtturmprojekt mit Signalwirkung“ bezeichnete BRK-Geschäftsführer Andreas Lehner das jetzt eröffnete Windacher Büro für Migrationsberatung. In der Münchner Straße 6 trafen sich zum Start die Bürgermeister Richard Michl (Windach) und Josef Loy (Eresing), Windachs zweiter Bürgermeister Ingmar Bertling mit zahlreichen Gemeinderäten, Marianne Asam vom Kreisverband Landsberg des Roten Kreuzes, Mitglieder des Helferkreises und zwei anerkannte Eritrea-Migranten mit dem gleichen Namen Mohamed. Sie vertraten die 47 Flüchtlinge, die derzeit in Windach und Schöffelding untergebracht sind.

Bürgermeister Richard Michl begann seine Rede mit Angela Merkels abgewandelten Satz „Wir haben‘s geschafft“ und meinte damit die Installation der neuen Anlaufstelle für Migrationsberatung. Damit leisten Gemeinde und Rotes Kreuz ihren Beitrag, dass Integration besser gelingen könne. Der engagierte Windacher Helferkreis erfahre nunmehr professionelle Unterstützung.

Andreas Lehner, der Kreisgeschäftsführer des Landsberger Roten Kreuzes, pflichtete dem bei und lobte die Gemeinde Windach, dass sie sich der Herausforderung „Ausbildung, Wohnung, Arbeit“ innerhalb der Flüchtlingshilfe stelle. Man habe gemeinsam ein Modell verwirklicht, das Schule machen sollte: 80 Prozent der Personal- und Bürokosten übernimmt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und nur 20 Prozent müsse die Gemeinde tragen. Das Projekt sei zunächst auf zwei Jahre befristet, da man die weitere Entwicklung in der Flüchtlingskrise abwarten müsse.

Geleitet wird das neue Büro für Migrationsberatung von der Sozialpädagogin Eveline Koch. An sie können sich alle Personen wenden, die eine Anerkennung als Flüchtling bekommen haben, unabhängig von der Bleibeperspektive. Eveline Koch unterstützt die Flüchtlinge in allen Lebensangelegenheiten durch eigene bedarfsorientierte Beratung oder durch die Vermittlung an andere Netzwerkpartner und Institutionen. Sie bietet Hilfe an bei der Sicherung des Lebensunterhaltes, vermittelt an zuständige Behörden im Bereich Familienzusammenführung und berät bei der beruflichen Anerkennung bzw. Anerkennung von Hochschulzeugnissen. Für Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitaktivitäten oder örtliches Vereinsleben hat Eveline Koch ebenfalls Tipps parat.

Das Windacher Migrationsbüro in der Münchner Straße 6 (bei der Fahrschule Krackhardt) hat offene Sprechzeiten jeweils montags von 12 bis 15 Uhr und dienstags von 14 bis 17 Uhr. Mittwochs steht Eveline Koch von 11 bis 15 Uhr nach individueller Terminvereinbarung zur Verfügung. Sie ist erreichbar unter der Mobilnummer 0159/04365993 oder per Mail koch2@kvlandsberg.brk.de.

Dieter Roettig

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