Richtfest am Südflügel

Die Liebfrauenschule wächst

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Beim Richtfest in der Dießener Mädchenrealschule gab die Bläserklasse unter Leitung von Thomas Schmidt den Takt an.

Dießen – Voller Dankbarkeit ist am Donnerstag in der Mädchenrealschule Richtfest gefeiert worden. „Wohl gebaut nach kühnem Plan, den ein Meister gut ersann.“ Mit diesen Worten beschrieb Zimmerermeister Klaus Pfliegl in seinem Richtspruch den im Rohbau fertiggestellten Südflügel des Schulgebäudes, der schon bald Platz für sieben Klassenzimmer sowie Räume für Lehrkräfte und Verwaltung bieten wird. Und im Dachgeschoss werden zwei große Räume für die Tagesbetreuung eingerichtet.

Am Richtbaum hoch oben auf dem Giebel flatterten viele bunte Bändchen. Darauf hatten die Schülerinnen gute Wünsche für ihre Schule geschrieben, unten im Hof gab die Bläserklasse unter Leitung von Thomas Schmidt schwungvoll den Takt an. Gut überstanden schien der Schreck, den ein Kran verursacht hatte, der zwei Tage zuvor auf einen Schulcontainer gekracht war. Den dadurch verursachten Sachschaden schätzen die Fachleute mittlerweile auf 30000 bis 40000 Euro.

„Wir haben eine etwas aufregende Woche hinter uns, und wir danken dem Lieben Gott, dass niemand verletzt wurde“, fasste Dr. Ulrich Haaf, Bauherr und Direktor des Schulwerks der Diözese Augsburg, zusammen. „Doch nun schauen wir nach vorn und erfreuen uns am Baufortschritt“. Zwei Millionen Euro sind bisher verbaut worden, fünf sollen es werden. Ein Betrag, den sich Diözese, Landkreis und Freistaat teilen. Planern und Handwerkern über­brachte Haaf den Dank der Diözese für ihre „tägliche Arbeit“.

„Richtfest wird gefeiert, wenn der bautechnisch schwierigste Teil, das konstruktive Gefüge eines Hauses bis zum Dachstuhl vollendet ist“, erklärte der planende Architekt, Regierungsbaumeister Bernhard Land­- brecht aus München. Es sei ein bedeutender Augenblick, in dem sich mit dem Südflügel nun die Gesamtanlage als wichtiger Eckstein der räumlichen Fassung des äußeren Klosterhofes – einem der bedeutendsten Denkmal-Ensembles Bayerns – in seinen vollständigen Umrissen deutlich abzeichne. In die Architektursprache aufgenommen und „in die Zukunft weiterentwickelt“ wurden ortsty­- pische Grundelemente wie zum Beispiel das steil geneigte, bald ziegelgedeckte Satteldach.

Als Umsetzung eines „langfristig tragfähigen pädagogischen Konzepts“, das offen sei für künftige Entwicklungen, bilde der jetzt entstehende Abschnitt zusammen mit den bereits vorhandenen Neubauteilen aus den 90er Jahren und dem ertüchtigten Altbau „ein im besten Sinne gemeinsames Bauwerk“, betonte Lamprecht.

Im Anschluss an den offiziellen Richtfest-Teil wurde zur Brotzeit geladen. „Unsere Schülerinnen haben alles tipptopp vorbereitet“, bedankte sich Schulleiterin Theresa Wilhelm bei ihren Mädchen, die gut gelaunt mitfeierten.

Ursula Nagl

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