"Lilo" ist 16 und zu alt

Die Entscheidung über einen Zuschuss für ein neues Rettungsboot der Wasserwacht ist vom Uttinger Gemeinderat vorerst zurückgestellt worden. Stattdessen werden die Vorsitzenden der Ortsgruppe und ein Vertreter des Bayerischen Roten Kreuzes zur nächsten Gemeinderatssitzung eingeladen, um die Finanzierung des neuen Bootes nochmals zu erläutern.

„Lilo“, das derzeit im Einsatz stehende Rettungsboot ist 16 Jahre alt, und wäre, wie es im Antragsschreiben des BRK-Kreisverbandes Landsberg heißt, nur „mit einem nicht zu vertretenden Re- paraturaufwand weiterhin betriebsbereit zu halten.“ Darüberhinaus hätten sich die Anforderungen an ein modernes Rettungsboot durch die Zunahme der Freizeitaktivitäten auf dem Ammersee deutlich erhöht. Zugenommen haben auch Einsätze bei schwierigen Wetterbedingungen und in der Nacht. Die Gesamtkosten für das anvisierte 225-PS-starke und 7,20 Meter lange Aluminiumboot mit Innenbordmotor belaufen sich allerdings auf stolze 105000 Euro. Von der Gemeinde Utting wird eine Spende in Höhe von 10000 Euro erbeten. Wie Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) erläuterte, sei für das neue Boot zudem eine Verlängerung der Wasserwachthütte um 50 Meter notwendig, was voraussichtlich weitere 8000 Euro kosten würde, so dass der Gemeindeanteil letztlich bei 18000 Euro liege. Seitens der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung habe die Wasserwacht für die bauliche Maßnahme bereits grünes Licht bekommen. Warum man das Boot stattdessen nicht einfach einen halben Meter kürzer bauen könne, wollte Renate Standfest (GAL) wissen. Und Sabine Kaiser bedauerte, dass zwei Gemeinderatsmitglieder die zugleich Mitglieder der Wasserwacht seien, nicht zu deren diesjähriger Jahreshauptversammlung am 6. Februar eingeladen wurden. Dann hätten die aufgetretenen Informationslücken gleich geschlossen werden können. Das alles teurer und größer werde, liege momentan im Trend, bemerkte Horst Schnappinger (CSU). Was ihn störe sei insbesondere die Solidaritätsabgabe in Höhe von 6000 Euro, die der Ortsverein vom staatlichen Zuschuss nach dem Bayrischen Rettungsdienstgesetz (BayRDG) in Höhe von 59700 Euro an den Wasserwacht-Bezirk Oberbayern abführen soll. An eigenen Mitteln bringen Wasserwacht und Kreisverband 11000 Euro ein. Neben einem Zuschuss vom Erholungsgebieteverein werden weitere 15000 Euro in Form von Spenden erwartet.

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