Lockeres Spiel gegen Rumpftruppe

Kampfstark und einmal mehr eine Bank für die DJK Landsberg: Przymislav Migala Foto: Krivec

Der Tabellendritte der 2. Regionalliga Süd gegen den Sechsten, beide nur einen Punkt voneinander getrennt – da durften die Landsberger Basketballbegeisterten ein interessantes Spiel er­- warten. Nun sind die Leistungen von München Basket 2 sehr vom Spielplan der Ersten abhängig, mal sieht man ein komplettes, mal nur ein Rumpfteam. Nach Landsberg waren nur sieben Spieler gereist, man konnte also annehmen, dass es den Gästen in erster Linie um Schadensbegrenzung ging.

Da die DJK Landsberg über eine exzellente erste Fünf verfügt, die begeisternden Basketball spielen kann, waren die Erwartungen hoch gesteckt. Nach verhaltenem Beginn zeigte sich ein Xaver Egger von seiner besten Seite, ob Dreier, Zug zum Korb mit spektakulärem Korbleger oder wunderbarem Assist auf Migalla, das waren die Szenen, die man sehen wollte. Migalla, der oft nur durch Foulspiel zu stoppen war, und der sicher aus der Halbdistanz punktende Teichner sorgten für eine 14:4-Führung. Drei Minuten waren im ersten Viertel noch zu spielen, da blieben durch einen Doppelwechsel nur mehr die beiden Centerspieler auf dem Spielfeld und schon war Sand im Getriebe der Lechstädter: Fehlpässe über Fehlpässe zerstörten den Spielfluss. Aber noch nutzten die Gäste dieses Manko nicht, 19:9 stand es am Ende des ersten Abschnitts. Aufholjagd Der Trainer der Gastgeber änderte nichts an seinem Konzept, als wolle er absichtlich den Gegner aufbauen. Über weite Strecken hatte man den Eindruck, dass die Spieler, sowohl in Abwehr als auch im Angriff nicht wussten, was sie tun sollten. Die Münchener hatten schließlich erkannt, was gespielt wurde und holten Punkt um Punkt auf. Da nutzte es auch nichts, als drei Minuten vor der Halbzeit wieder die stärkste DJK-Formation auflief, mit Ausnahme von Migalla, der saß das ganze Viertel auf der Bank. Aber selbst diese Aufstellung war jetzt total verunsichert, beim Bemühen den Ball um jeden Preis unter den Korb zu bringen verhedderte man sich ein ums andere Mal, auf Distanzwürfe wurde verzichtet. Mit der kläglichen Wurfausbeute von 28:28 ging’s in die Pause. Obwohl nach dem Wiederbeginn Migalla unter Beweis stellte, dass er unter dem gegnerischen Korb nicht zu halten war, tat sich die DJK schwer. Geschickt verhinderten die Gäste das Anspiel der großen Leute am Korb, oft wurde aber auch ein Pass zu viel gespielt. Erfreulich, dass Geheb im gesamten Spiel eine rundum starke Leistung bot. Und als Geidosch seine beste Phase hatte, konnte man sich etwas absetzen. Dennoch war das Spiel geprägt von vielen Fehlern und Fouls. In der letzten Sekunde des dritten Viertels erzielte Kloker durch einen Dreier das 50:38. Zeit für Experimente Die Münchner hatten nun, auch auf Grund ihrer personellen Situation, wenig zuzusetzen, die Gastgeber nutzten das zu Experimenten mit einer Pressverteidigung. Wiederholt brachte man den Gegner so in Bedrängnis, dass es leichte Ballgewinne gab, die durch schöne Spielzüge abgeschlossen wurden. Drei Minuten vor Schluss war das Spiel bei einer 70:43-Führung gelaufen. DJK-Coach Roman Gese gab nun zwei Nachwuchsspielern die Chance, sich im Spielaufbau zu bewähren. Aber bewähren kann man sich nur, wenn man die Grundvoraussetzungen für diese Liga mitbringt, als da sind Grundschule, Schnelligkeit, Wurfsicherheit und Talent. Und das muss man zuerst einmal in der Bezirksliga zeigen, bevor man das in der 2. Regionalliga bestätigen kann. München Basket konnte nicht, die DJK wollte nicht mehr, mit 72:48 fiel der Erfolg trotzdem sehr klar aus.

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