Lohnendes Engagement

Warteten beim Infoabend des „Fördervereins zum Erhalt und der Unterstützung der Bäder des Landkreises Landsbergs“ mit interessanten Details auf (von links): Kreiskämmerer Jürgen Felbinger, Landtagsvizepräsidentin a.D. Roswitha Riess, VfB Ainhofen-Vorsitzender Johann Reif und Mark Indersdorfs Bürgermeister Josef Kreitmeir. Foto: Privat

„Das Bürgerschaftliche Engagement als Erfolgsmodell.“ Damit war am Mittwoch der Informationsveranstaltung des eingetragenen „Fördervereins zum Erhalt und der Unterstützung der Bäder des Landkreises Landsbergs“ überschrieben. Im Mittelpunkt des Abends stand der Fortbestand des Freibads Greifenberg und die Erfahrungen anderer erfolgreicher Fördervereine aus ganz Oberbayern. Geplant, organisiert und geladen hatten Fördervereinsvorsitzender Markus Wasserle sowie Christine Scheffer (Schriftführerin. Moderator war Vereinsmitglied Otto Bußjäger.

Zum Auftakt stellte die ehemalige Landtags-Vizepräsidentin Roswitha Riess die Arbeit des Fördervereins der Kirche St. Aegidius Keferloh vor. Zusammen mit zahlreichen Sponsoren, Spendern und Gemeindezuschüssen stemmte der eingetragene Verein einen Kirchenum­- bau von insgesamt zwei Millionen Euro. Ries hob als wichtige Lehre ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit besonders hervor: „Die Bürgerinnen und Bürger müssen zusammenarbeiten und dürfen das große Ziel nicht aus den Augen verlieren.“ Der Bürgermeister von Markt Inderdorf, Josef Kreitmeir, und Johann Reif, 1. Vorsitzender der VfB Ainhofen, berichteten über den „langen und mühsamen Weg“ von der Eröffnung des Freibades Ainhofen im Jahre 1960 bis zum heutigen Tag. Nur durch das tatkräftige bürgerschaftliche Engagement und umfangreiche Eigenleistungen sei es möglich gewesen, das Bad zu erbauen und langfristig zu betreiben. „Ein Förderverein ist eine hervorragende Möglichkeit das ehrenamtliche Engagement der Bürger zu för- dern“, betonten die Beiden in der Gaststätte am Warmfreibad Greifenberg. Landsbergs Kreiskämmerer Jürgen Felbinger schilderte die finanzielle Lage des Freibads Greifenberg, welches im Durchschnitt einen jährlichen Verlust in Höhe von rund 150000 Euro erleidet. Den Vergleich mit den anderen Kreisbädern braucht Greifenberg nach Ansicht von Versammlungsleiter und FDP-Kreisrat Markus Wasserle damit nicht zu scheuen. So liege beispielsweise das Defizit des Lechtalbades Kaufering bei rund 400000 Euro. Mit großer Spannung sehen Wasserle&Co. dem Ergebnis eines vom Landkreis in Auftrag gegebenen Gutachtens entgegen. In den nächsten Tagen solle es Aufschluss darüber geben, welche Kosten für die Sanierung des Familienbades in Greifenberg zu erwarten sind. Mit dem Förderverein sei für Kämmerer Felbinger eine neue Ebene im Landkreis entstanden, deren Vorteile in die Überlegungen einfließen sollten. Jonas Pioch, Stadtrat und Vorstandsmitglied des Fördervereins, blickt durchweg positiv in die Zukunft: „Wir haben den Ehrgeiz entwickelt, die nötigen Verbesserungen für das Greifenberger Bad kostengünstig zu realisieren. Das Familienbad in Greifenberg verdient es, dass wir weiterhin für seinen Erhalt kämpfen“. Der Vorschlag aus der Mitte des Vereins zur Anschaffung von Sportgeräten fand keine Zustimmung. Vielmehr sind die Mitglieder der Auffassung, dass zuerst Geld angespart werden solle. Schließlich verwies Fördervereinsvorsitzender Wasserle auf die präsentierten positiven Beispiele bürgerschaftlichen Engagements: „Was im Landkreis München und im Landkreis Dachau funktioniert, das schaffen wir auch in Landsberg. In unserem Förderverein bringen wir engagierte Bürger, Experten und die Politik zusammen und bündeln die kreativen Kräfte. Wir wollen das Familienbad in Greifenberg langfristig erhalten und noch attraktiver machen.“ Das Wohl der Familien aus dem Landkreis stehe dabei im Mittelpunkt. „Wir freuen uns auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.“ Nähere Informationen über den „Förderverein zum Erhalt und der Unterstützung der Bäder des Landkreises Landsberg“ gibt es uner anderem im Internet auf www.foerderverein-landsberg.de.

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