Kontaktnachverfolgung für die Gesundheitsämter

Luca auch im Landkreis Landsberg am Start

Vorder- und Rückseite eines Smartphones
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Die Luca-App funktioniert jetzt auch im Landkreis Landsberg
  • Susanne Greiner
    vonSusanne Greiner
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Landkreis – Die Technik zum Einsatz der Luca-App im Landratsamt Landsberg steht, die letzten Tests im Gesundheitsamt waren erfolgreich. Landrat Thomas Eichinger gebe offiziell den Startschuss für den Einsatz der Luca-App im Landkreis, informiert Pressesprecher Wolfgang Müller.

Durch die App könnten Infektionsketten in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt schneller und besser nachverfolgt werden, so Müller. „Statt sich in Besucherlisten einzutragen, scannen Gäste und Kunden künftig ihren persönlichen QR-Code.“ Sobald private Treffen wieder möglich seien, könne die App auch dort genutzt werden.

„Wir hoffen nun, dass möglichst viele Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Veranstalter, Vereine, Betriebe, Bildungseinrichtungen, Behörden und natürlich unsere Bürgerinnen und Bürger im Landkreis die Luca-App nutzen“, sagt Eichinger. Damit könne man die „Zettelwirtschaft“ nahezu beenden. Zudem sei die Kontaktnachverfolgung wesentlich einfacher und schneller abzuarbeiten.

Um die Gäste-/Kundenregistrierung, die momentan an vielen Stellen erforderlich ist, sowie die Übermittlung von Kontaktdaten an die Gesundheitsämter zu vereinfachen, hat das Bayerische Staatsministerium für Digitales (StMD) in der vergangenen Woche eine landesweite Lizenz für die Luca-App erworben. Das StMD bietet damit allen Bürgern, Unternehmen, Organisationen und Behörden in Bayern die Möglichkeit, die Luca-App kostenfrei zu nutzen und ermögliche auch den bayerischen Gesundheitsämtern eine „digitale und damit schnelle und effektive Kontaktnachverfolgung“, so Müller.

Die Luca-App kann ab sofort aus den App Stores (Apple App-Store für IOS-Geräte oder im Google Play Store für Android-Geräte) kostenlos heruntergeladen werden.

Informationen zur Funktionsweise und dem Gebrauch der Luca-App für Betriebe, Behörden, Einzelhandelsgeschäfte und sonstige Einrichtungen sind auf der Website des Anbieters zu finden: www.luca-app.de. Dort hilft auch eine Gebrauchsanleitung weiter.

„Die Daten werden zweckgebunden ausschließlich von Gesundheitsämtern zur Kontaktnachverfolgung verwendet“, versichert Müller. Gesundheitsämter könnten auf Gästelisten nur zugreifen, wenn der Betreiber sie freigebe – wobei der Betreiber selbst die Daten der Gäste nicht einsehen könne. Die Nutzung der App bleibt freiwillig.

Das Gesundheitsamt bittet darum, neben der Mobilnummer in der App auch eine E-Mail-Adresse anzugeben. So könne das Gesundheitsamt bei größeren Gästelisten schnell über einen positiven Fall informieren.

Der Freistaat hält trotz Kritik des Chaos Computer Clubs fest. Der hatte die App als „unreif“ und „untauglich“ bezeichnet. Man habe viele Schwachstellen gefunden, die einen „bunten Straß der Inkompetenz“ ergäben. So sei es nicht schwer, in der App Fake-Accounts zu erstellen und sich an Orten einzuloggen, an denen man gar nicht ist. So hatte sich Satiriker Jan Böhmermann Anfang April von Berlin aus nachts im Zoo von Osnabrück angemeldet, um dort „eine Nacht virtuell in Gedanken bei Elefantenbaby Yaro“ zu verbringen.

Weiterhin besteht inzwischen auch bei der bereits existierenden, nicht-privaten Corona-Warn-App die Möglichkeit, per QR-Code einzuchecken. Allerdings werden bei ihr nur die Nutzer im Fall eines Kontaktes mit einer infizierten Person informiert. Sie müssen oder sollten sich dann selbst beim Gesundheitsamt melden.

Infos zur Luca-App auch unter www.stmd.bayern.de/themen/kontaktnachverfolgungs-app.

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