Aus den Tiefen Louisianas

Geht in die Beine: Ludwig Seuss Band im Landsberger Stadttheater

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Gute Stimmung bei Ludwig Seuss samt Band im Foyer des Stadttheaters.

Landsberg – Es sind wahre Legenden der Musik: Ludwig Seuss und Dr. Will. Der eine mit Schiebermütze, der andere mit Hut, der eine mit bluesiger Reibeisenleidenschaft, der andere mit virtuos mitreißenden Tastenkünsten. Zusammen mit der vierköpfigen Band katapultierten sie das Stadttheaterfoyer ins schwüle Louisiana samt dampfenden Sümpfen. Blues, Cajun und Zydeco vom Feinsten.

Das Waschbrett auf Dr. Wills Vorderseite darf nicht fehlen.

Seuss sitzt da, wo man ihn kennt: am Klavier. Und zwar gleich in dreifacher Variante: am Keyboard, an dem an Westernsalons erinnernden Klavier oder eben am Schifferklavier, dem Akkordeon. Die Finger des Spider-Murphy-Musikers wirbeln so lässig über die Tasten, fast denkt man, es sei einfach. Neben ihm röhrt Dr. Will, das Waschbrett über die Plauze gelegt. „Mit der Zeit hat sich das an meinen Körper angepasst.“ Bearbeitet wird es mit original Cajun-Flaschenöffnern aus Louisiana. Songs von Fats Domino, B. B. King, aber auch Gospels und mit Seuss an der Quetschen viel, viel Zydeco erfreuen Ohren und Beine der rund 150 tanzfreudigen Gäste.

Hinter Will und Seuss gibt „Mr. Tom Peschel“ den satten Bass, Titus Vollmer ist an der Gitarre ein wahrer Teamplayer, am Sax steht Tom Förster und rhythmisch perfekt und lässig bearbeitet Peter Kraus die Drums. Zusammen gibt das gute Laune in Perfektion. Und ein Blues- und Boogie-Rhythmus, der unweigerlich in die Beine geht. Neben den vielen Solotänzern nutzen zwei Paare die Gelegenheit zum Boogie-Woogie. Erst auf der ruhigeren Galerie, später wagen sie sich unter den Publikumspulk vor der Bühne. Spaß macht es eindeutig allen.

Zu Seuss kamen weniger Gäste als zum vorjährigen s‘Maxilianeum-Snowdance-Kooperations-Konzert von Rocklegende Nick Woodland. Damals, als Bewegen kaum möglich war. Aber Kleinkunstbühnen-Mitchef Rolf-Jürgen Lang ist restlos zufrieden: „So haben wenigstens alle Platz zum Tanzen.“

Susanne Greiner

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