Bikeparks gewünscht

Luftsprung am Uttinger Sportplatz?

Bikepark beim PULS-Festival
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Bikeparks wie hier beim letzten PULS-Festival in Kaltenberg ziehen Jugendliche magisch an. In Utting plant man, für diese Trendsportart neben dem TSV-Gelände ein eigenes Areal mit Kurven, Wellen, Rampen und Rails zu bebauen.
  • Dieter Roettig
    vonDieter Roettig
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Utting – Da staunten Uttings Gemeinderäte, als zur Sitzungseröffnung Ende Februar der Punkt „Bürgeranliegen“ aufgerufen wurde und drei taffe Jungs ans Mikrofon traten. Die Hobby-Biker hatten eine Powerpoint-Präsentation dabei, mit der sie ihren Wunsch nach einem öffentlichen „Bikepark“ bildlich untermauerten. Auf einem gut erreichbaren Gelände in der Größe von 1.500 bis 1.800 Quadratmetern stellen sie sich einen asphaltierten „Pumptrack“, einen aus Erde geformten „Dirtpark“ oder am liebsten eine Kombination aus beiden vor. Die Gemeinderäte nahmen das Anliegen wohlwollend zur Kenntnis und kamen zur aktuellen Sitzung bereits mit konkreten Vorschlägen.

Was Skateparks in den 90er waren, sind heute vielseitige Gelände mit Kurven, Wellen, Rampen und Rails, auf denen sich junge Menschen austoben mit allem, was rollt und springt: Mountainbikes, BMX, Skateboards, Longboards, Scooter, Inline Skates und sogar Einräder. Beim Pumptrack versucht der Fahrer ohne zu treten durch Hochdrücken (aus dem Englischen „pumping“) des Körpers aus der Tiefe Geschwindigkeit aufzubauen. Die Radler stehen dabei und sitzen nur zum Starten kurz im Sattel.

Der Dirtpark ist ein aus Erde und Lehm geformter Parcours für Sprünge und Tricks mit Mountainbike- und BMX-Fahrrädern.

Bei der Diskussion um einen Standort kristallisierte sich ein Platz neben dem Sportgelände an der Auraystraße als am geeignetsten heraus. Hier bestehe bereits eine optimale Infrastruktur und es gebe keine Nachbarn, die sich am Lärm stören. Man könne sich eine Kooperation mit dem TSV Utting vorstellen und vielleicht sogar die Gründung einer eigenen Abteilung für diesen Biker-Trendsport. Mountainbiken ist schließlich sogar olympisch und Skaten wird es jetzt ebenfalls.

Wegen der angespannten Haushaltslage sollte die Verwaltung unabhängig von der eigenen Planung die Nachbargemeinden Schondorf und Eching abfragen, ob und wie weit gediehen ähnliche Projekte auf der Agenda stehen. Bei einem gemeinsamen, zentral gelegenen Projekt wäre es sicher leichter, eine LEADER-Förderung zu bekommen wie beispielsweise in Egling. Beim dort geplanten Bikepark mit einem Projektvolumen von 80.000 Euro können sich die Initiatoren auf eine maximale Fördersumme von 40.000 Euro freuen. In Egling argumentiert man damit, dass mit dem Bikepark eine Alternative zu bislang befahrenen gefährlichen Waldstrecken geschaffen sowie gemeindliche Schäden durch Mountainbiker reduziert würden.

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