Neue Signale aus dem Luftwaffenamt

Landkreis legt seinen Windkraftplan auf Eis

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Weil die Bundeswehr in Sachen Windkraftanlagen offensichtlich zurückrudert,lässt der Landkreis den angestrebten Teilflächennutzungsplan Windkraft auf Eis liegen.

Landsberg – Der Landkreis hat seinen Teilflächennutzungsplan Windkraft auf Eis gelegt und will die Planungen vorläufig nicht wieder aufnehmen. Das hat Andreas Graf von der Wirtschaftförderung im Landratsamt Landsberg auf Anfrage des KREISBOTEN bestätigt.

Einzelnen Gemeinden rät man in der Kreisbehörde aber, auf jeden Fall weiterzuplanen. Dies betrifft zum Beispiel Obermeitingen und Hurlach, Egling und Geltendorf sowie Fuchstal und Denklingen. „Es wäre fatal, sich zurückzulehnen“, sagt Andreas Graf. Ihm zufolge liegt eine abschließende offizielle Stellungnahme der Bundeswehr zur Windkraftnutzung im Landkreis Landsberg noch gar nicht vor. Zwar gehe man aufgrund der Flugplätze in Lagerlechfeld und Penzing nach wie vor davon aus, dass Windkraftanlagen in weiten Teilen des Landkreises nicht möglich sind. „Aber in Einzelfällen ist die Bundeswehr wohl kompromissbereit“, so Graf.

Im Geltendorfer Gemeinderat etwa war jetzt von Signalen des Luftwaffenamtes in Köln die Rede, wonach trotz der Höhenbegrenzung auf 675 Meter über Normalnull die Genehmigung für Windkraftanlagen erteilt werden könne. Beim Luftwaffenamt in Köln beschäftige sich laut Graf eine ganze Mitarbeitergruppe ausschließlich mit der Problematik Flugplätze und Windkraft .

„Die Flugsicherheit ist sicher ein k.o.-Kriterium“, meint Graf, „aber die Bundeswehr hat auch den politischen Auftrag, nicht nur abzulehnen, sondern konstruktiv nach Lösungen zu suchen.“ Und im Hinblick auf die geplante Schließung des Fliegerhorsts in Penzing sei es ohnehin sinnvoll, vorsorglich zu planen, wo Windkraftstandorte liegen könnten.

Ulrike Osman

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