Mit dem A400M über den Alpen!

Wenn der A400M über dem Fliegerhorst Lechfeld kreist

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Mit dem A400M über den Alpen. Auch das war beim Informationstag auf dem Fliegerhorst Lechfeld geboten.
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Über den Transall-Nachfolger A400M und dessen Stationierung auf dem Fliegerhorst Lechfeld informierte die Bundeswehr ausführlich.
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Über den Transall-Nachfolger A400M und dessen Stationierung auf dem Fliegerhorst Lechfeld informierte die Bundeswehr ausführlich.
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Über den Transall-Nachfolger A400M und dessen Stationierung auf dem Fliegerhorst Lechfeld informierte die Bundeswehr ausführlich.
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Über den Transall-Nachfolger A400M und dessen Stationierung auf dem Fliegerhorst Lechfeld informierte die Bundeswehr ausführlich.
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Über den Transall-Nachfolger A400M und dessen Stationierung auf dem Fliegerhorst Lechfeld informierte die Bundeswehr ausführlich.
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Über den Transall-Nachfolger A400M und dessen Stationierung auf dem Fliegerhorst Lechfeld informierte die Bundeswehr ausführlich.
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Über den Transall-Nachfolger A400M und dessen Stationierung auf dem Fliegerhorst Lechfeld informierte die Bundeswehr ausführlich.

Lagerlechfeld – Der Leitende Regierungsdirektor Thomas Freiherr von Waldenfels, das Bundestagsmitglied Hansjörg Durz, viele Bürgermeister aus den umliegenden Landkreisen und Gemeinden und jede Menge Medienschaffende waren gestern auf dem Fliegerhorst Lechfeld zu Gast beim Lufttransportgeschwader 62. Ein Thema waren die großen Veränderungen und Investition am Standort, die bis 2028 abgeschlossen werden sollen.

Bis zum Jahr 2013 war das Jagdbombergeschwader 32 mit dem Waffensystem Tornado am Flugplatz Lechfeld stationiert. Nach der Auflösung des Geschwaders wurde der Ort sowohl als Ausweichflugplatz für die Luftwaffe, als auch durch das Luftfahrtunternehmen Premium Aerotec für die zivile Luftfahrt genutzt. Die Anwohner, die unter dem Lärm der lauten Tornados gelitten hatten, genossen jahrelang weitgehend Ruhe.

Das wird sich nun ändern, aber Oberst Ludger Bette, Kommodore des Lufttransportgeschwaders 62, wies beim runden Tisch mit Bürgermeistern und Bedenkenträgern darauf hin, dass sich die Lärmbelästigung durch die Transportmaschinen vom Typ A400M in Grenzen halten würde, seien diese Flugzeuge doch wesentlich leiser als die alten Transall und die Tornados.

Zehn Maschinen vom Typ A400M sollen bis 2028 auf dem Lechfeld stationiert werden und dieses Vorhaben bringt einige Veränderungen mit sich. 600 neue Dienstposten müssen in der Luftwaffe geschaffen werden und geplant ist eine Investition von 170 Millionen Euro.

Umfangreiche Bauarbeiten müssen durchgeführt und die Infrastruktur den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Die Start- und Landebahn wird verbreitert. Rollwege, Abstellflächen und Luftfahrtzeug-Hallen werden aus- und umgebaut. Vorhandene flugsicherungstechnische Einrichtungen, das Tanklager sowie das IT-Netz müssen modernisiert und an die neuen Anforderungen der modernen Luftfahrzeuge angepasst werden. Auch eine Passagierabfertigung soll in Zukunft möglich sein.

Die Projektplanungen werden vom zuständigen Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr durchgeführt. Im Kompentenzzentrum Baumanagement München geht man das Projekt konkret an, wenn die infrastrukturelle Bedarfsermittlung und -planung 2021 abgeschlossen sein wird.

Nach den aufwändigen Bauarbeiten soll das Lufttransportgeschwader 62 im Jahre 2026 seine Arbeit aufnehmen. Zwei Jahre später rechnet man mit der Aufstellung und vollen Einsatzbereitschaft der Lufttransportgruppe am Standort Lechfeld.

„Neue Arbeitsplätze“ klingt natürlich für alle umliegenden Gemeinden wie eine frohe Botschaft, doch damit wird auch der Bedarf an Wohnraum steigen und der ist bekanntlich heute schon knapp. Oberst Dirk Niedermeier, Standortältester der Lechfeldkaserne, zerstreut die Bedenken und erklärt, dass nun nicht auf einmal 600 Familien im regionalen Markt eine Wohnung suchen würden. Nach Auflösung von Verbänden würden viele Soldaten und zivile Angestellte vorübergehend pendeln.

Momentan dient die Kaserne als Heimat für die Flugplatzstaffel Lechfeld (zugehörig zum Luftwaffengeschwader 74, Neuburg). Ein Sanitätsversorgungszentrum und Teile der IT-Schule der Bundeswehr nutzen die weitläufigen Anlagen ebenfalls. Auf dem 19 Quadratkilometer großen Gelände befinden sich außerdem Treibstofflager mit mehreren Millionen Litern Kapazität sowie das größte Munitionslager in Süddeutschland.

Durch die Stationierung der zehn Maschinen vom Typ A400M wird der Standort Lechfeld zur internationalen Drehscheibe mit logistischem und taktischem Lufttransport sowie Luftbetankung. Die „Multinational Air Transport Unit“ (MNAU) stellt ein Novum in der Organisationsstruktur der Bundeswehr dar. „Verschiedene Partnernationen sollen die militärischen Lufttransportkapazitäten bei der Bundeswehr mitnutzen können“, erklärt Oberst Dirk Niedermeier, Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe.

Große Veränderungen werfen nun ihre Schatten voraus, aber immerhin droht dem Standort Lechfeld nicht das Schicksal des Fliegerhorsts Penzing, der vor zwei Jahren endgültig stillgelegt wurde.
Dietrich Limper

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