Lupenreiner Bonfert-Hattrick

Überragend: Muriz Salemovic (rechts) war in der Partie gegen Durach Dreh- und Angelpunkt des Landsberger Spiels. Foto: Krivec

Von einem Befreiungsschlag hat Sven Kresin nicht sprechen wollen. „Das war eher ein Pflichtsieg, wenn auch ein sehr wichtiger.“ Nach der jüngsten Niederlagenserie gab es für die Landesliga-Fußballer des TSV Landsberg ein klares und auch hochverdientes 4:1 (3:1) gegen das Tabellenschlusslicht aus Durach.

Dabei kämpften die Gastgeber vor nur 130 Zuschauern mit einigen Anlaufschwierigkeiten. „In den ersten zehn Minuten haben wir unsere Schnittstellen nicht zu bekommen“, so der Spielertrainer in der Analyse. Die Chancen, die man den Durachern damit bot, konnten diese allerdings nicht verwerten. Kresin: „Zum Glück für uns haben sie die recht kläglich vergeben. Man hat gesehen, warum sie soweit hinten drin stehen.“ Danach machten dann die beiden überragenden Akteure des Nachmittags des Unterschied aus. Muriz Salemovic entwickelte sich zum Dreh- und Angelpunkt des Landsberger Spiels und Sebastian Bonfert sprühte vor Spielfreude und Durchsetzungskraft. Dementsprechend fielen dann schnell die Tore. In der 13. Minute legte Salemovic schön für Bonfert auf und der erzielte mit der ersten Landsberger Chance das 1:0. In der 33. und 39. Minute legte Bonfert gleich noch zweimal nach, einmal mit einem schönen Heber nach Doppelpass mit Schuster, dann mit einem wuchtigen Kopfball nach Flanke von Salemovic. Beim 3:1 (44.) vergaß man dann Dominik Schmid auf der linken Seite. Der legte quer auf Ostheimer, der keine Mühe hatte, zu verwandeln. Der zur Halbzeit für Schuster eingewechselte Leszczynski machte mit seinem Treffer zum 4:1 (68.) den klaren Sieg der Gastgeber dann aber endgültig perfekt – natürlich erneut nach Vorlage von Salemovic. Dass man Durach in den letzten Minuten noch zwei Großchancen gewährte und Bonfert im Konter knapp am Torwart scheiterte und sein mögliches viertes Tor nicht erzielte, fiel dann nicht mehr ins Gewicht. „Muriz Salemovic hat das Offensivspiel an sich gezogen und viel eingefädelt, es hat sich viel um ihn gedreht“, lobte Kresin, vergaß aber auch Bonfert nicht. „Er hat ja nicht nur drei Tore gemacht, sondern dann auch die Bälle sehr gut gehalten.“ Genau diese Fähigkeit vermisste der 35-Jährige bei einigen anderen seiner Spieler und blickt dabei bereits auf das kommende Spiel voraus. „Wir können uns vorne noch nicht so festsetzen, wie ich mir das vorstelle. Das muss gegen Pullach besser werden und wir müssen dann auch besser verteidigen, denn die haben zwei Spieler von so hoher Qualität im Kader, dass wir für solche Fehler bestraft werden.“ Überragend: Muriz Salemovic (rechts) war in der Partie gegen Durach Dreh- und Angelpunkt des Landsberger Spiels. Foto: KrivecCoach Kresin geht auch davon aus, dass der Gegner am Samstag (15 Uhr, Hacker-Sportpark) mit gehöriger Wut im Bauch antreten wird. Es sei noch keineswegs vergessen, dass den Pullachern der Sieg gegen Lands­- berg aberkannt wurde, weil sie nicht spielberechtigte Akteure eingesetzt hatten. „Die drei Punkte haben wir ja praktisch geschenkt bekommen, die Pullacher scharren mit Sicherheit mit den Hufen, um das wieder gerade zu rücken.“ Dabei wäre ein weiterer Sieg im ersten Rückrundenspiel angesichts der Lage in der Landesliga wichtig. „Die Tabelle ist völlig verrückt“, so der Spielertrainer. „Mit zwei gewonnenen oder verlorenen Spielen kannst du plötzlich ganz oben oder unten dabei sein.“ Tatsächlich liegt der TSV Landsberg weiterhin auf Platz 10 und damit außerhalb der Qualifikationszone für die Bayernliga, zum Tabellendritten fehlen aber nur ganze drei Punkte. Neue Kräfte, die im Kampf um Platz 8 helfen können, sucht Kresin derzeit bereits, er will aber noch keine Namen nennen. „Wir werden uns nur verstärken können, wenn wir auch Spieler abgeben. Aber der Neuzugang muss uns auch sofort weiterbringen.“ Für die Position eines „offensiven Allrounders“ hat der Spielertrainer schon „zwei, drei Leute im Auge, mit denen er noch sprechen muss.“

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