Fasching in Landsberg

Lupido 2022 - Es fehlt an Manpower

Faschingsumzug Landsberg
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2020 sah der Lumpige Donnerstag in Landsberg noch ganz normal aus. Wie er 2022 aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Und das liegt nicht nur an Corona.
  • Ulrike Osman
    VonUlrike Osman
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  • Susanne Greiner
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Landsberg – Die Faschingsverordnung ist erneuert und verschärft worden. Künftig sind am Lumpigen Donnerstag auf den Straßen der Altstadt nicht nur das Mitführen und Konsumieren von Spirituosen verboten, sondern auch Glasflaschen. Die Bestimmungen gelten auch für den Lady-Herkomer-Steg. In Bezug auf den Lumpigen Donnerstag im kommenden Jahr gibt es aber sowieso noch einige Leerstellen zu füllen – unter anderem die des Vorsitzenden für den Faschingsverein Licaria Landsberg.

In den Entwurf hatte die Verwaltung den neuen Lechsteg zunächst nicht aufgenommen, da man ja noch gar nicht wisse, ob dieser sich zu einem Brennpunkt des Faschingstreibens mit „erheblichem Gefährdungspotential“ entwickeln werde, erklärte Ordnungsamtschef Ernst Müller. Insofern mache sich die Verordnung vor Gericht angreifbar, wenn zu großzügig Straßen einbezogen würden – zumal, wenn diese gar nicht Teil des Landsberger Faschingsumzugs seien.

Der Stadtrat sah das einstimmig anders. Schon jetzt würden sich auf dem Lechsteg zuweilen „drei, vier, fünf Gruppen“ mit Bierkästen versammeln, sagte Petra Kohler-Ettner (CSU). Dass auch am Lumpigen Donnerstag dort gefeiert werden dürfte, schien den Ratsmitgliedern naheliegend.

Das Glasflaschenverbot wurde auf Bitten der Polizei in die Verordnung aufgenommen. Es ist ein weiterer Schritt, um Straftaten wie schwere Körperverletzungen zu vermeiden. Bereits das Verbot harter Alkoholika, das seit dem Jahr 2002 gilt, hat laut Verwaltung zu einem Rückgang von Gewaltdelikten und anderen unangenehmen Begleiterscheinungen – wie Urinieren an Hauswände – geführt.

»Es sieht nicht gut aus«

Der erste Vorsitzende des Faschingsvereins Licaria Landsberg Axel Ludwig kümmert sich noch nicht um neue Faschingsgebote. Er fragt sich vielmehr, in welcher Form der Fasching nächstes Jahr überhaupt stattfinden kann. Und das nicht nur wegen möglicher Corona-Einschränkungen: „Ich trete am 23. September definitiv als Vorsitzender zurück“, sagte er dem KREISBOTEN. Ob der Zweite Vorsitzende Claus Moritz weitermache, sei in der Schwebe.

Bei der Jahreshauptversammlung habe man bisher erfolglos nach einem möglichen Nachfolger gesucht. Und auch ein neuer Kassenwart werde nötig: „Heidi Joyce möchte auch nicht weitermachen“, so Ludwig. Deshalb habe man die außerordentliche Versammlung am 23. September beschlossen.

Ludwig tritt vor allem aus Zeitgründen zurück: „Einen Faschingsumzug in Landsberg von meinem Wohnort München aus zu organisieren, ist eigentlich unmöglich. Das macht keinen Sinn.“ Lediglich den Posten als Kassenwart könne er sich für die Zukunft vorstellen, „das kann ich auch von München aus machen“. Zudem bereitet die Altersstruktur des Vereins Licaria Ludwig Sorgen: Es sei schwierig, als „jenseits der 50-Jähriger“ etwas für junge Leute zu planen. Dass Licaria der Nachwuchs fehlt, macht Ludwig unter anderem daran fest, dass die Schulen nicht mehr am Umzug mitmachen dürfen.

Bei der Versammlung habe man beschlossen, für den nächsten (hoffentlich möglichen) Umzug am Lumpigen Donnerstag ein Komitee über den Verein hinaus zu finden, das ihn organisiert, informiert Ludwig. Moritz habe ins Gespräch gebracht, ob man eventuell das Veranstaltungsmanagement der Stadt einbinden könne. Der Umzug liege ja sicher auch im Interesse der Stadt.

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