Lustig und politisch

„Wir kleben und kitten, was andere zerschnitten“: Der Gemeindekleber des Theatervereins ist besorgt um die Kluft zwischen Ober- und Unterigling und holte damit den Sieg. Foto: Bauch

Von Stuttgart 21 über „Merkozys“ Rettungsschirm bis hin zur Wasserversorgung in Holzhausen: Beim Iglinger Faschingsumzug nahmen die 25 Gruppen wieder regionale und überregionale Themen auf die Schippe. Aber auch lustige Frösche oder zwei Duzend pinke „Cindys aus Igling“ gab es zu bestaunen.

Nur alle zwei Jahre findet der Umzug statt, aber das bietet Zeit, genügend Themen anzusammeln. Der Fußballverein etwa tat kund, dass es um einen Trainingsplatz für die Jugend schlecht bestellt ist. Und die Wasserversorgung im Nachbarort Holzhausen ließe auch zu wünschen übrig. Auch politisch ging es heiß her, etwa brauche der Ort unbedingt eine Einbahnstraße, wie die „Iglinger Löwen“ forderten. Die Energiewende mit einem ortseigenen Windpark zu unterstützen, war Thema der Ortsjugend. Lustig wurde es mit den grasgrünen Dorffröschen vom Hof­anger oder den dutzenden „Cindys“ im klassisch pinken Outfit. Ober- und Unterigling zu vereinen, war das Ziel des „Gemeindeklebers“ vom Theaterverein und er verteilte außerdem Popcorn und Bratwürste. Viele „Dorfblätter“ machten Werbung für die örtliche Zeitung. Musikalisch wurde es außerdem nicht langweilig: Charthits oder Schlager erklangen von den Wägen und die zwei Sambagruppen heizten kräftig ein. Auch der Männerchor im römischen Gewand trällerte heiter und das Stimmungsbarometer blieb trotz frostigen Temperaturen immer oben.

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