Auch für Kassenpatienten und Wöchnerinnen

Mit Alpenblick: Wo der 5-Sterne-Patient gesundet

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Perfekt bis ins kleinste Detail: eines der Patientenzimmer der neuen Premium-Station am Klinikum Landsberg. Neben dem Komfortbett der edle Ledersessel, über dem Bett die eingebaut Kühldecke und davor der 60-Zoll-Fatscreen-TV.
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Nur vom Feinsten und der ganze Stolz von Vorstand Marco Woedl: die Premiumstation am Klinikum Landsberg.
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Nur vom Feinsten und der ganze Stolz von Vorstand Marco Woedl: die Premiumstation am Klinikum Landsberg.
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Nur vom Feinsten und der ganze Stolz von Vorstand Marco Woedl: die Premiumstation am Klinikum Landsberg.
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Nur vom Feinsten und der ganze Stolz von Vorstand Marco Woedl: die Premiumstation am Klinikum Landsberg.
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Nur vom Feinsten und der ganze Stolz von Vorstand Marco Woedl: die Premiumstation am Klinikum Landsberg.
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Nur vom Feinsten und der ganze Stolz von Vorstand Marco Woedl: die Premiumstation am Klinikum Landsberg.
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Nur vom Feinsten und der ganze Stolz von Vorstand Marco Woedl: die Premiumstation am Klinikum Landsberg.

Landsberg – Kranksein de luxe – im Klinikum Landsberg ist das seit der vergangenen Woche möglich. In der neuen Premium-Station erwarten den Patienten Einzelzimmer mit gehobener Ausstattung, inklusive Flachbildfernseher, Sky-Anschluss und umfangreicher Speisekarte.

In einem ersten Bauabschnitt sind 20 Premium-Einzelzimmer entstanden, weitere zehn sollen im nächsten halben Jahr fertig­gestellt werden, darunter vier Zimmer speziell für Wöchnerinnen. Zur Station im dritten Stock des Landsberger Klinikums gehören außerdem ein großzügiger Eingangsbereich und eine Lounge mit Kaffeebar, Terrasse und Alpenblick – zumindest bei gutem Wetter.

Zwei Dinge sind Klinikumsvorstand Marco Woedl dabei wichtig: Die medizinische und pflegerische Versorgung auf der Premium-Station unterscheide sich nicht von der auf den übrigen Stationen. Überhaupt möchte Woedl den Eindruck vermeiden, dass hier ein exklusives Angebot für Luxuspatienten geschaffen worden sei.

"Nicht die Welt"

Klinikum-Vorstand Marco Woedl: Die Premium-Station steht allen Patienten offen.

Wer eine Zusatzversicherung für Ein-Bett-Zimmer abgeschlossen hat, könne sich ohne Zuzah­lung ein Zimmer auf der Premium-Station leisten, betont Woedl. Dies gelte für Privat- und Kassenpatienten gleichermaßen. „So eine Zusatzversicherung kostet 15 bis 50 Euro im Monat, das ist nicht die Welt“, sagt Woedl und fügt hinzu: „Jeder Raucher gibt mehr für seine Zigaretten aus.“ 15 Prozent der Bevölkerung habe eine solche Versicherung und erwarte bei einem Krankenhausaufenthalt ein entsprechendes Angebot.

Wer die Zusatzversicherung nicht hat, sich ein Premiu-Zimmer aber dennoch gönnen möchte, ist mit 188 Euro am Tag dabei. Und da die Dauer eines durchschnittlichen Krankenhausaufenthalts lediglich bei fünf Tagen liege, bewege man sich im finanziellen Rahmen einer moderaten Urlaubsreise. Künftig wird jeder Patient, der sich für einen Aufenthalt im Landsberger Klinikum anmeldet, auf die Premium-Station und ihr „Komfort- und Servicepaket“ hingewiesen.

Besonders stolz ist Marco Woedl auf die Kühldecke über den Betten. Hier wird mittels neuester Technik die Luft über dem Patienten gekühlt und damit für angenehme Temperaturen gesorgt. Die Kühldecke ersetzt eine Klimaanlage, die in Krankenhäusern aufgrund von Infektionsgefahren generell tabu ist. Ein mit Getränken gefüllter Kühlschrank, Schränke mit viel Stauraum und einem Safe, ein Bad mit Regendusche, 60-Zoll-Flatscreen-TV, eine Speisekarte mit 13 individuell kombinierbaren Menüs, Fußboden und Vertäfelungen in cappuccinofarbener Holzoptik, täglicher Handtuchwechsel und Wäscheservice – ein dezenter Hotelcharakter ist der Premium-Station nicht abzusprechen. „Der übergeordnete Ansatz ist, dass die Patienten sich wohlfühlen“, sagt Woedl.

Die ersten Bewohner der Premium-Zimmer – laut Woedl zur Hälfte Kassenpatienten – seien „total begeistert“ gewesen. „Wir haben Anfragen aus allen Richtungen.“ Gerade bei den geplanten Wöchnerinnen-Zimmern rechnet er damit, offene Türen einzurennen.

Die Einnahmen, die mit der Premium-Station generiert werden, sollen zur Quersubventionierung anderer Bereiche des Klinikums verwendet werden, betont Woedl. „Mit der Station soll Geld verdient werden. Und dieses Geld bleibt nicht in der Premium-Station stecken.“

Ulrike Osman

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