BI macht gegen Straßenverlegung mobil

Rudolf Heiß, Herbert Löffler und Andreas Tillmann: „Die Aufenthaltsqualität des gesamten Hauptplatzes wird durch die Straßenverlegung auf die höher liegende Ostseite massiv gemindert.“ Foto: Schwaiger

„Die aktuelle Planung ist nicht die, die Landsberg braucht!“ Andreas Tillmann, Vize der Landsberger FDP, sagt’s und BAL-Chef Rudolf Heiß sowie der frühere Einzelhändler Herbert Löffler pflichten ihm bei. Die geplante Straßenverlegung in der guten Stube der Lechstadt ist ihnen ein Dorn im Auge. Deshalb unterstützen sie die Bür­- gerinitiative Hauptplatz und wollen jetzt Unterstützungsunterschriften für ein Bürgerbegehren sammeln – ab kommendem Samstag.

Anfang September hatten „en­gagierte Landsberger“ angekündigt, in der neuen Bürger­initiative Hauptplatz die Verlegung der Straße von West nach Ost verhindern zu wollen. Frauke Kinau und Thomas Riemerschmid haben sich aus dem aktiven BI-Geschehen inzwischen etwas zurückgezogen, dafür können Arno und Rainer Seitz nun auf breite Unterstützung von der Politik setzen. „Die FDP ist einhellig gegen Straßenverlegung“, kündigt Tillmann das Engagement seiner Partei an. Nicht anders, und das ist weniger überraschend, die BAL: „Wir werden die Neutralität im Stadtrat aufgeben und uns der Bürgerinitia­tive anschließen“, so Heiß. Immerhin gebe es doch „1000 Gründe, die gegen einen Hauptplatzumbau in dieser Form“ sprächen. Im Gegensatz zu den gescheiterten Umbauanläufen in 1996 und 2001 gibt es nun eine Initiative, die das Projekt nicht mehr grundsätzlich verhindern möchte. Vielmehr fordert die BI einen „für Landsberg und den Hauptplatz vertretbaren Umbau nach Maß“ – also keineswegs nach der aus dem Bürger­-voting siegreich hervorgegan­­- genen und vom Stadtrat bereits beschlossenen Variante 2 („Lohrer.Hochrein“). Die Lechstadt brauche Entwurf 3 von „STraum“, denn der lasse in Zukunft alle Möglichkeiten offen, wie Herbert Löffler als Vertreter der Einzelhändler und Anlieger betont. Immerhin sei diese Variante bei Prof. Joachim Vossen und nicht zuletzt auch bei OB Ingo Lehmann hoch im Kurs gestanden. Jetzt aber konzentrieren sich die BI-Aktivisten darauf, Unterstützungsunterschriften für ein Bürgerbegehren zu sammeln. Rund 1700 sind nötig. „In vier Wochen wollen wir’s haben“, so heiß. Auftakt ist am kommenden Samstag von 9 bis 14 Uhr an einem Infostand an der Einmündung der Ludwigstraße in den Hauptplatz. Die Fragestellung: „Sind Sie für einen Umbau des Hauptplatzes unter Beibehaltung der bisherigen Straßenführung sowie eine deutliche Reduzierung des Durch­- gangsverkehrs.“ Die BI will damit auch verhindern, dass das historisch einmalige Erscheinungsbild des Hauptplatzes zerstört wird.

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