"Ich packe meinen Koffer..."

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Mit einer Eins hinaus ins Leben: (v.l.) Anna-Lea Jakobs (1,0), Lisa-Marie Renner (1,09) und Elina Rohde (1,25) – die drei Jahrgangsbesten der Mädchenrealschule.

Dießen – 84 Schülerinnen verlassen zum Schuljahresende die Mädchenrealschule. 28 von ihnen mit einer Eins vor dem Komma. Die Koffer sind also gut gepackt. Die Abschlussfeier in der Schulaula nahm Schulleiterin Theresa Wilhelm zum Anlass, ihre Schülerinnen anstatt mit einer Rede mit einem szenischen Spiel zum Thema Koffer packen zu erfreuen. Unterstützung bekam sie von den Schülersprecherinnen Celina Quiroz (10b), Harriet Didsbury (8b) Giulia Röntgen (10b) und Pia Twittmann (10b).

Jeder kennt die typische Fragestellung beim Kofferpacken: Was brauche ich wirklich? „Um wie viel schwerer muss es da unseren Absolventinnen fallen, die Koffer für den neuen Lebensabschnitt sinnvoll zu füllen“, fragte sich die Schul- leiterin. Gute Tipps, humorvoll präsentiert, bekamen die Absolventinnen von ihren theatererprobten Mitschülerinnen, die mit Koffern, Reisegepäck und Requisiten auf der Bühne für Wirbel sorgten: Nicht vergessen darf man natürlich das Handy. 

Auch für ein paar Familienfotos sollte Platz sein, und neben den Karriereplänen gehören auch Reisepläne und Familienplanung ins Gepäck. Deutlich wurde auch, dass sich das Gepäck, mit dem sich die jungen Reisenden auf den Lebensweg begaben, je nach Typ und Lebensentwurf deutlich unterscheidet: Von der leichten Jutetasche bis zum schweren Überseekoffer war alles dabei. Einen anderen leidenschaftlich Reisenden, den Schriftsteller Mark Twain, zog der Elternbeiratsvorsitzende Christof Gurland zu Rate: „Gegen Zielsetzungen ist nichts einzuwenden, sofern man sich dabei nicht von interessanten Umwegen ablenken lässt.“ 

Eine humorvolle Weisheit, die fürs Reisen ebenso gilt wie fürs Leben. Den Eltern wünschte Gurland den notwendigen Langmut, um ihre Töchter auf deren Wegen zu begleiten. Buchgeschenke der Gemeinde und beeindruckende Zahlen steuerte Dießens Zweiter Bürgermeister Peter Fastl bei: Mittlere Reife, das bedeute 11 000 Schulstunden, 1800 Pausenbrote und viel Leistungsbereitschaft. „In ihrem Zeugnis sehen Sie schwarz auf weiß was sie gelernt und geleistet haben. Sie haben es geschafft und Sie dürfen stolz sein.“ 

Für einen schönen und unterhaltsamen Rahmen der Abschlussfeier sorgte neben der Kammermusik und dem Schulorchester unter der Leitung von Thomas Schmidt auch die Tanzgruppe der jüngeren Schülerinnen mit einem temperamentvollen „Koffertanz“.

Ursula Nagl

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