Magic Lake Festival in Dießen

Festival-Macher müssen nachsitzen

+
Hier auf dem Festplatz in den Dießener Seeanlagen soll vom 22. bis 24. September mit dem „Magic Lake Festival“ die Post abgehen. Die Veranstalter arbeiten noch an einem Sicherheits- und Verkehrskonzept.

Dießen – Dass „Zustimmung“ nicht gleich „Genehmigung“ bedeutet, haben jetzt die Veranstalter des geplanten Magic Lake Festivals in den Dießener Seeanlagen (22. bis 24. September) öffentlich erfahren müssen. Nahezu alle regionalen Medien hatten nach der MLF-Pressekonferenz die Kunde verbreitet, dass für das Festival noch die Genehmigung der Marktgemeinde ausstehe. „Falschmeldung“, konterte das MLF-Team via Facebook und verbreiteten damit eine wirkliche Falschmeldung. Denn Karl Heinz Springer, Geschäftsleiter im Rathaus, bestätigte auf Anfrage des KREISBOTEN, dass das Festival tatsächlich noch nicht genehmigt sei.

Unserem heutigen Telefonat mit Geschäftsleiter Springer vorausgegangen war ein mehrstündiges Arbeitsmeeting mit MLF-Managing Director Jürgen Farenholtz im Rathaus. Dabei ging es um ein neues und umfangreicheres Sicherheitskonzept sowie um ein Verkehrskonzept.

Tom Bohn und Jürgen Farenholtz beriefen sich in ihrer Reaktion auf die unliebsame Berichterstattung unter anderem auf die Gemeinderatssitzung vom 12. September 2016, bei der die Ratsmitglieder tatsächlich ohne Gegenstimme dem Festival „grundsätzlich zugestimmt“ hatten. Im offiziellen Protokoll der Sitzung heißt es weiter: „Das Team um Tom Bohn kann mit der genaueren Planung beginnen. Einzelheiten, wie Sicherheitskonzept, Parkplatzkonzept usw. müssen noch gesondert geklärt werden.“

Das haben die MLF-Veranstalter auch gemacht, aber nicht zur Zufriedenheit des Dießener Ordnungsamtes. Am 28. April ließ Tom Bohn der Gemeindeverwaltung und allen Gemeinderäten ein 14-seitiges Sicherheitskonzept per E-Mail zukommen. In diesem Anschreiben bat MLF-Creative Director Bohn, „bis zur Sitzung des Gemeinderates am 8. Mai die noch ver­bleibenden Auflagen der Gemeinde zu benennen, eine Entscheidung im Gemeinderat anzuregen und uns damit für die weiter vor uns liegenden Aufgaben Planungssicherheit zu gewährleisten.“

Tom Bohn bemängelte gegenüber dem KREISBOTEN, dass dieses Sicherheitskonzept lange „weder kommentiert noch besprochen“ worden sei. Auch habe er mehrfach darum gebeten, vor der Pressekonferenz vor dem Marktgemeinderat vorsprechen zu dürfen. Zum Termin mit der Presse habe er auch rechtzeitig Bürgermeister Herbert Kirsch, Vize Peter Fastl sowie alle Mitarbeiter der Ordnungsbehörden eingeladen. Leider sei niemand erschienen, wobei Bürgermeister Kirsch wegen Urlaub entschuldigt war.

In dem Ende April vorgelegten Sicherheitskonzept wurden laut Tom Bohn die Stellungnahmen von Polizei, Feuerwehr, Bundespolizei, Landratsamt (Baubehörde und Umweltbehörde) eingearbeitet. Dieses Sicherheitskonzept entspreche laut Karl Heinz Springer aber nicht den Vorschriften und Vorstellungen der Marktgemeinde.

Entscheid am 24. Juli

Mit den Festival-Veranstaltern habe er nunmehr vereinbart, dass neue und aussagekräftige Sicherheits- und Verkehrskonzepte bis zum 19. Juni vorgelegt werden müssen. Nach Prüfung durch das Ordnungsamt werde man für die letzte Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause (24. Juli) einen Beschlussvorschlag ausarbeiten. Und erst dann wird über die endgültige Genehmigung abgestimmt. Geschäftsleiter Springer ist zuversichtlich, dass letztendlich das Okay erteilt wird.

Dieter Roettig

Auch interessant

Meistgelesen

Umzug startet mit Schreck
Umzug startet mit Schreck
Geister steigen aus dem See
Geister steigen aus dem See
Passanten retten zwei Frauen aus brennendem Unfallauto
Passanten retten zwei Frauen aus brennendem Unfallauto
Hoher Schaden, keine Beute
Hoher Schaden, keine Beute

Kommentare