Mammutbaum bleibt drin

Die Wiese nördlich der Kirche in Dettenhofen soll auch im neuen Flächennutzungsplan als Grünland ausgewiesen werden. Foto: Nagl

Unmittelbar vor der Sommerpause hat der Marktgemeinderat in einer Marathonsitzung zahlreiche Einwendungen von Bürgern und Trägern öffentlicher Belange zum neuen Flächennutzungsplan abgewogen. Dabei wurde nicht nur, wie im KREISBOTEN berichtet, der Land­- schaftsplan intensiv diskutiert, sondern auch beschlossen, den Antrag der Eigentümer Hofmark 27 zurückge­wiesen, die Fläche zwischen Frontorstraße und Buzallee als Wohngebiet auszuweisen.

Begründet wurde die Ablehnung mit einem aktuellen Urteil des Verwaltungsgerichts, wonach das Areal als „Außenbereich im Innenbereich“ zu bewerten sei. Somit wurde auch der Bebauungsplan für nichtig erklärt, der es der Gemeinde ermöglicht hätte, einen Fußweg zur Schule zu bauen. Den Wunsch nach Ausweisung von Bauland brachten viele Grundstücksbesitzer vor. So auch am Metzgerweiher, wo an der Grünhüttlstraße und am Leutzenseeweg neue Wohnbauflächen gewünscht wurden. Allerdings sprach sich der Rat auch an dieser Stelle gegen eine Änderung im FNP aus. Bei den Freiflächen am Von-Schorn-Weg sowie zwischen der Von-Eichendorff-Straße und der Prinz-Ludwig-Straße beruft sich die Marktgemeinde auf ein Verwaltungsgerichtsurteil, wonach sie als Außenbereichsflächen zu bewerten sind. Die Frage ob zwischen Pointlfeld und Pitzeshofen Bauflächen dargestellt werden sollen, soll demnächst noch mit dem Landratsamt beraten werden. Grün soll die Wiese an der Nordseite der Kirche im Ortsteil Dettenhofen bleiben. Auch die Verwaltung räumte ein, dass es sich dabei wohl um bebaubares Areal handle. Weil die Freihaltung aber als wünschenswert erachtet wurde, soll es bei der Einstufung als Grünfläche bleiben. Für den Ortsteil Dettenschwang sollen zusätzliche Bauflächen im FNP dargestellt werden. Zahlreiche Stellungnah­- men gab es für den westlichen Ortsrand zwischen Schmied-, Achberg- und Fischbachstraße. Der Gemeinderat einigte sich auf die Leitlinie, dass man sich zusätzliche Bebauung nur innerhalb der bestehenden Eingrünung vorstellen könne, wenn die künftigen Gebäude vom Dorf aus anzufahren seien. Zusätzliche Baumöglichkeiten sind auch am nördöstlichen Ende der Fischbachstraße in zweiter Reihe denkbar. In Rieden an der Neuwiese, in der Nähe des Wendehammers, wird aus einer im Außenbereich liegenden Grünfläche indes kein Bauland. Begründet werden diese Entscheidungen damit, dass es ein erklärtes Ziel des Flächennutzungsplanes sei, die bauliche Entwicklung des Hauptortes und der Ortsteile nur maßvoll erfolgen zu lassen. „Nur weil vielleicht von außen größerer Bedarf an Einfamilien- und Doppelhausgrundstücken besteht, muss der Markt Dießen nicht zwingend weitere Bauflächen ausweisen“, heißt es in der Begründung. In den neuen Flächennutzungsplan aufgenommen wurde auch der Mammutbaum im Wohngebiet westlich der Metznerwiese. Damit sprach sich der Gemeinderat gegen den Einwand des Bund Naturschutz Bayern aus, den aus „naturschutzrechtlicher und landschaftsplanerischer Sicht nicht als besonders wertvoll einzustufenden Baum“ aus der Planung zu entfernen.

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