KREISBOTEN-Serie: Feuerwehrkommandanten im Landkreis Landsberg

Manfred Steininger: Lieber zur Feuerwehr als vorm PC sitzen

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Manfred Steininger ist seit 19 Jahren bei der Eglinger Feuerwehr. Das A und O für den ‚Ur-Eglinger‘: Engagement.

Egling – Manfred Steininger muss zugeben, dass er das Amt und die damit verbundene Arbeit des 1. Kommandanten bei der Freiwilligen Feuerwehr Egling ein wenig unterschätzt hat. Dennoch macht er seinen Job gerne und erklärt, warum es für junge Menschen sinnvoll ist, zur Feuerwehr zu gehen.

„Natürlich überlegt man sich das schon genau“, meint Steininger. Als sein Vorgänger ihn vor gut vier Jahren gefragt habe, ob er sich als Kandidat für den 1. Kommandanten aufstellen lassen möchte, hat der Eglinger durchaus etwas Bedenkzeit gebraucht. „Man hat große Verantwortung, muss das Personal führen und bei Einsätzen Entscheidungen in brenzligen Situationen treffen. Da fragt man sich schon, ‚Will ich das?‘“ Die Antwort bei Steininger lautete offensichtlich ‚Ja‘. Seine Kameraden scheinen ihm den Posten ebenfalls zugetraut zu haben und so haben sie den 34-Jährigen 2015 zu ihrem 1. Kommandanten gewählt.

Bei der Feuerwehr ist er aber schon fast 19 Jahre. Von Anfang an in Egling. „Ich bin quasi ein Ur-Eglinger“, grinst Steininger. Er habe damals keine anderen Hobbys wie etwa Fußballspielen gehabt. Aber technikbegeistert sei er gewesen. Da schien die Feuerwehr nicht der schlechteste Anlaufpunkt zu sein. Zusammen mit einem Spezl ging es zur damaligen Jugendfeuerwehr. Später wurde Steininger dann selbst Jugendwart. Auch den Posten des Atemschutzwartes hat er irgendwann übernommen. Man könnte fast sagen, der 34-Jährige hat sich langsam die Karriereleiter hochgearbeitet.

Für Steininger ist das selbstverständlich. „Engagement ist das A und O.“ Deshalb hat er auch außerhalb der Feuerwehr keine großen Hobbys. „Ich bin mehr so der Typ, wenn ich was mach‘, dann mach‘ ich‘s gscheid.“

Obwohl als Kommandant nicht wenig Arbeit auf einen zukommt: „Man muss schon viel Zeit investieren. Das unterschätzt man am Anfang.“ Dennoch mache ihm die Aufgabe Spaß. So kann er es dem Nachwuchs auch nur wärmstens empfehlen, sich der Feuerwehr anzuschließen. „Man sitzt dann nicht zu Hause vor einem Computer, sondern nutzt die Zeit sinnvoll.“ Außerdem habe man ja selber was davon. Zum Beispiel ständige Weiterbildung. Auch die Kameradschaft und das gemeinschaftliche Arbeiten seien für den 34-Jährigen ein Grund, das Ehrenamt zu übernehmen.

Trotz der überzeugenden Argumente meint Steininger: „Man hat schon zu kämpfen.“ Der Nachwuchs sei nicht mehr ganz so leicht zu finden. Er rät den Jugendlichen auch, am besten in einer kleinen Clique zu kommen. „Dann ist die Hemmschwelle nicht so groß.“ Also, worauf wartet ihr noch? Die 55 aktiven Feuerwehrler freuen sich über jedes neue Gesicht.

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