Hollywood-Star beim Seniorentreffen

Mit 85 fit wie ein Turnschuh

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Gerne folgte Dr. Marianne Koch der Einladung von Reinhard Moser zum Seniorentreffen in Eching. Früher populäre Schauspielerin (u. a. mit Curd Jürgens in „Des Teufels General“), widmet sie sich mit 85 immer noch der Medizin, schreibt Bücher und hält Vorträge.

Eching – Sie wollte lieber Ärztin als Hollywood-Star werden. Nach über 70 Kino-Erfolgen in Europa – u. a. „Des Teufels General“ mit Curd Jürgens – folgte sie nicht dem verlockenden Ruf über den großen Teich, sondern hängte ihre Filmkarriere an den Nagel. Sie begann ein Medizinstudium, das sie im Alter von 43 mit Summa cum laude beendete. Neben einer eigenen Praxis in München moderierte sie Talkshows im Fernsehen und gehörte auch zum Rateteam von Robert Lembkes „Was bin ich?“. Und sie schrieb und schreibt immer noch erfolgreiche Medizin-Ratgeber wie das gerade erschienene „Vorsorge-Buch – Wie Sie Körper und Seele gesund halten“. Marianne Koch ist das beste Beispiel, wie das funktioniert: Mit jetzt 85 Jahren ist sie „fit wie ein Turnschuh“, immer noch aktiv in Berufsleben, sieht blendend aus und hilft anderen Menschen, das Alter positiv zu meistern.

So folgte sie gerne der Einladung von Reinhard Moser, dem Seniorenbeauftragten der Gemeinde Eching. Das Nebenzimmer im Gasthof Roming war proppevoll mit jung gebliebenen Oldies. „Ich höre jeden Samstag-Mittag im Bayerischen Rundfunk das ‚Gesundheitsgespräch‘ mit Marianne Koch“, verriet eine Seniorin. „Da wollte ich ihr mal persönlich danken für die tollen und aufmunternden Ratschläge!“ Andere Besucher hatten Bücher von Marianne Koch mitgebracht und ließen sie signieren.

Reinhard Moser wies in seiner Begrüßungsrede auf die immer noch enorme Popularität des Gastes hin, der ihn früher schon als Filmstar begeistert hat. Ob mit Partnern wie Heinz Rühmann, Curd Jürgens, Gregory Peck oder mit Clint Eastwood im Italowestern „Für eine Handvoll Dollar“ – Marianne Koch gehörte zu den gefragtesten Schauspielerinnen, die sich ihre Rollen aussuchen konnten. Trotzdem sei sie lieber dem Ruf der Medizin und Heilkunst gefolgt, was sie bis heute nicht bereut hat. Für ihre Verdienste als Schirmherrin der „Deutschen Hochdruckliga“ und als langjährige Präsidentin der „Deutschen Schmerzliga“ wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

In ihrem Vortrag zum Thema „Jung bleiben, auch wenn man älter wird“ betonte Marianne Koch, dass das Alter eine wunderbare, aufregende und anregende Zeit sein könne. Man dürfte keine Angst vor dem Alter haben und müsse nur ein paar Regeln beachten. Ein Ansatzpunkt sei hier die Beweglichkeit von Geist und Körper. Viele Spaziergänge an der frischen Luft, Kommunikation mit anderen Menschen und eine kalziumreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse seien schon mal eine gute Basis. Wenn man dann noch auf Fertignahrung, Softdrinks und allzuviel Zucker verzichte, würden die Gelenke nicht so schnell „rosten“. Rauchen und zuviel Alkohol seien selbstverständliche „No-Gos“.

Um die Gehirnzellen leistungsfähig zu erhalten, empfahl Marianne Koch Tätigkeiten wie Tagebuch schreiben, Kopfrechnen oder Gedichte auswendig zu lernen. Mit jeder neuen Information und jedem Lernvorgang verändere sich das Gehirn positiv und man könne Alzheimer entgegen wirken.

Zusammenfassend betonte Dr. Marianne Koch nochmals, dass man wie hier beispielhaft bei den Senioren in Eching Gemeinsamkeiten und soziale Kontakte sowie eine positive Lebenseinstellung pflegen solle. Nach Rückschlägen müsse man Mut zu einem Neuanfang haben. Dabei würden neue Freunde und Anregungen sowie die Kommunikation mit der Jugend sehr hilfreich sein: „Gehen sie selbstbewusst und aufrecht, trauen sie sich etwas zu. Machen Sie Pläne und behaupten Sie Ihren Platz in der Gesellschaft.“

Dieter Roettig

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