Ein Probealarm als Anstoß

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Mit ihrer Alarmsimulation schafften Marie Luise Szubert und Natalie Bestler den Sieg beim Regionalentscheid.

Igling – Bei ihrer ersten Teilnahme an „Jugend forscht“ ist Marie Luise Szubert aus Igling auf Platz 1 des Regionalentscheids Voralpenland gelandet. Zusammen mit ihrer Freundin Natalie Bestler gelang es ihr, den Ablauf eines Feueralarms an ihrer Schule in Kaufbeuren digital zu simulieren und zu verbessern. Nun stecken beide mitten in den zeitintensiven Vorbereitungen für den Landeswettbewerb in München.

„Wieso klappt die Evakuierung der benachbarten Real­schule schneller als die unseres Gymnasiums?“, das war die Frage, die sich Marie Luise Szubert (17) aus Igling und ihrer Freundin Natalie Bestler (16) bei einem Probealarm im Schulhaus aufdrängte. Denn die Weglängen sind eigentlich gleich. Der Forschersinn war geweckt und die beiden Schülerinnen des Marien-Gymnasiums in Kaufbeuren machten sich ans Werk. Um den Fluchtplan simulieren und verbessern zu können, verwendeten die beiden jungen Frauen unterschiedlich lange Graphen, die die Wege darstellten. Knotenpunkte unterschiedlicher Größe sowie Farbe symbolisieren mit mehr oder weniger Schülern belegte Klassenzimmer. So entstand ein digitaler Plan des Schulhauses, der an ein Spinnennetz erinnert.

Nachdem der Rechenweg mit einigem „Hirnschmalz“ ersonnen und einprogrammiert worden war, konnten die ersten Simulationen anlaufen. Anfangs habe aber noch nicht alles geklappt, viel Feintuning war notwendig, erzählt Szubert. Beispielsweise um zu definieren, nach welchem Muster freie Plätze an Wegkreuzungen im digitalen Schulhaus besetzt werden könnten.

Doch die Mühen und das Durchhaltevermögen haben sich gelohnt: Beim Regionalvorentscheid Voralpenland von „Jugend forscht“ in Schongau landeten Szubert und Bestler mit ihrem Projekt auf Platz 1 im Bereich „Mathematik/Informatik“. Während die 17-jährige Iglingerin erstmals dabei war, bewegte sich ihre Freundin aus Bad Wörishofen schon zu dritten Mal auf diesem Parkett. Nun steht der Landeswettbewerb an, auf den Szubert schon „sehr gespannt“ ist.

Die Vorbereitungen darauf laufen natürlich wieder auf Hochtouren, sich auf dem bisherigen Erfolg auszuruhen ist nicht drin. Denn an einigen Stellen ihres Projekts sind noch Verbesserungen angedacht, erläutert Marie Luise. Seit den Sommerferien stecken sie und ihre Mitstreiterin zweimal wöchentlich in der Schule und auch privat jede Menge Arbeitszeit in ihr Vorhaben, zuletzt nahm der Zeitaufwand nochmals zu. Dieses Engagement kommt an: Die Juroren seien von Idee und Umsetzung zuletzt schon sehr angetan gewesen, doch auch die Konkurrenz habe beim Regional­entscheid zu glänzen gewusst. Ein Pluspunkt sei aber auf jeden Fall, dass ihr Modell auch für andere Schulen und Gebäude anwendbar sei.

Auch nach „Jugend forscht“ solle das Feueralarm-Projekt noch fortbestehen, wünscht sich Marie Luise. Vom 4. bis 7. April geht es zum Landeswettbewerb nach München.

ras

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