Nächtliche Brunnenattacken

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Einen der vier Delphine des Marienbrunnes auf dem Hauptplatz hat ein Unbekannter in der Halloween-Nacht aus der Verankerung gerissen.

Landsberg – Der leuchtende Kürbis mag ja nett ausgesehen haben, im Nachhinein aber erwies er sich als echtes Ärgernis. In der Halloween-Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November ist der gerade erst renovierte Marienbrunnen beschädigt wor­- den – zum wiederholten Mal, wie Stadtpressesprecherin Simone Sedlmair mitteilt.

Unbekannte haben in besagter Nacht einen ausgehöhlten Kürbis an die Säule gesetzt, was über die Wintereindeckung aktuell leicht möglich ist. „Bei dieser Aktion wurde ein Delphin aus der Verankerung gerissen“, erläutert Sedlmair, weitere Schäden könne man erst nach dem Abbau des „Deckels“ abschätzen. Aktuell seien rund 500 Euro zu beklagen.

Der Marienbrunnen scheint beliebtes Objekt sinnloser Attacken zu sein. Nachdem Unbekannte in der Nacht vom 22. auf 23. Oktober Waschpulver in den Brunnen gekippt hatten, musste er aufwändig gereinigt (200 Euro) werden. „Deshalb die um eine Woche vorgezogene Stilllegung für den Winter“, erklärt Sedl­- mair. Ob und welche Schäden an Pumpen und Filtern entstanden sind, das werde sich erst im Frühjahr bei Inbetriebnahme der Brunnenanlage zeigen.

Rund 1000 Euro Schaden entstand im vergangenen Jahr während der Fußball-Europameisterschaft– die Lilie wurde ebenso in Mitleidenschaft gezogen wie zwei Delphine, deren Schwanzflossen abbrachen. Ein Fußballfan war auf die Säule geklettert um eine Fahne anzubringen. Auch hier übernahm der Bauhof die Reparaturen. Schaden: rund 1000 Euro.

Für die Stadt bittet Sedlmair eindringlich darum, die Wintereindeckung des Marienbrunnens nicht zu betreten und um einen respektvollen Umgang mit dem Marienbrunnen.

Toni Schwaiger

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