Leiter des Dießener Jugendtreffs verstarb überraschend

Bestürzung über Ralf Kleeblatts Tod

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Ralf Kleeblatt (65), der langjährige Leiter des Dießener Jugendtreffs, ist überraschend gestorben. Das Jugendtreff in der Johannisstraße bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Dießen – Bestürzung und Trauer hat die Nachricht über den Tod Ralf Kleeblatts in der Marktgemeinde Dießen ausgelöst. Der langjährige Leiter des Jugendtreffs wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Über die Todesursache geben weder die Polizeiinspektion Dießen noch der zuständige Kriminaldauerdienst in Fürstenfeldbruck Auskunft.

Der 65-jährige Kleeblatt war seit 1997 Leiter des gemeindlichen Jugendtreffs und wollte Ende März in seinen wohlverdienten Ruhestand gehen. Um so mehr schockiert sein plötzlicher Tod nicht nur die vom ihm betreuten Kinder und Jugendlichen, sondern auch seine Kollegen in der Marktgemeinde, wo er zehn Jahre lang Mitglied und Vorsitzender des Personalrats war. Dazu Karl-Heinz Springer, der Geschäftsleiter der Gemeinde: „Ralf Kleeblatt hat mit großem Engagement, mit Leidenschaft und hoher Fach- und Sozialkompetenz den Jugendtreff geleitet. Er baute die Einrichtung auf und formte sie zu einer attraktiven Freizeiteinrichtung, deren Einzugsgebiet bald weit über die Grenzen des Marktes Dießen reichte.“ 

Erst vor wenigen Wochen hat Sozialpädagoge Ralf Kleeblatt seinen traditionellen Jahresbericht vorgelegt (wir berichteten). Er war so stolz auf das Geleistete. Sein Anspruch war stets, die Jugendlichen zur Übernahme von Verantwortung hinzuführen und aus ihnen mündige, verantwortungsvolle und selbstbewusste junge Bürger zu machen. Der gebürtige Hamburger hinterlässt Frau und zwei kleine Kinder, denen Karl-Heinz Springer sein tiefstes Mitgefühl aussprach. 

Auch Bürgermeister Herbert Kirsch spricht der Familie sein Mitgefühl aus, ihn erreichte die traurige Nachricht im Urlaub. Michael Fuchs-Gamböck, Jugendreferent im Marktgemeinderat, zeigt sich ebenso bestürzt und sprachlos, als er vom Tod Kleeblatts hörte. „Wir haben gut und konstruktiv zusammengearbeitet und uns bei Meinungsverschiedenheiten immer wieder schnell zusammengerauft.“ 

Wann nach dem überraschenden Tod von Ralf Kleeblatt sein Nachfolger Simon Brieger (31) den Dienst antritt, ist noch unklar. Derzeit klebt am Briefkasten der Einrichtung in der Johannisstraße ein Zettel: „Das Jugendzentrum ist vorübergehend geschlossen.“ 

von Dieter Roettig

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