Kaufering wird Blitz-Revier

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Die Tempo-30-Zone in der Kolpingstraße ist nicht rechtssicher ausgeschildert. Aus diesem Grund soll es dort zunächst keine Geschwindigkeitsmessungen geben.

Kaufering – Es wird ernst. Und zwar ab sofort, denn künftig kann in fünf Straßen in Kaufering der Blitzer lauern. Der Marktgemeinderat gab in seiner jüngsten Sitzung „Grünes Licht“ für die Geschwindigkeitsmessungen. Jede Woche steht der Radarwagen des Zweckverbandes Kommunale Verkehrssicherheit Oberland maximal drei Stunden in der Marktgemeinde.

Vorgesehen sind Messungen in der Lechfeldstraße auf Höhe der Schule, in der Hessenstraße auf Höhe der Hausnummern 9 bis 13, in der Augsburger Straße Höhe Hausnummer 6, in der Viktor-Frankl-Straße, Höhe Hausnummer 15 und in der Epfenhauser Straße Höhe Hausnummer 4. Wann und wo genau gemessen wird, ist vorher nicht bekannt.

Die Messstellen seien zusammen mit der örtlichen Polizei und dem Zweckverband im Rahmen einer Verkehrsbegehung festgelegt worden, erläuterte Bürgermeister Erich Püttner. Voraussetzung sei gewesen, dass die Messstellen sachlich und rechtlich als geeignet eingestuft wurden, betonte der Rathauschef. Nicht geeignet, da nicht „rechtssicher“ ausgeschildert, sei die Kolpingstraße, antwortete Bürgermeister Erich Püttner auf eine entsprechende Frage von Dr. Patrick Heißler (GAL). Die Probemessungen in der Kolpingstraße hatten ergeben, dass dort teilweise heftig zu schnell gefahren wurde. Der KREISBOTE hatte darüber berichtet.

So ganz unvorbereitet will Kauferings Marktgemeinderat seine Bürger nicht in Radarfallen fahren lassen. Manfred Huber von der Kauferinger Mitte ist der Meinung, man solle schnellstens die Standorte der Messstellen im Gemeindeblatt veröffentlichen. Bekanntmachungen alleine reichen nicht aus, betonte Dr. Patrick Heißler (GAL). Aus diesem Grund sollen Schilder an den Ortseingängen die Autofahrer darauf hinweisen, dass in Kaufering geblitzt werde. Heißler stellte nochmals klar: „Es geht uns nicht um Abzocke sondern um Verkehrssicherheit“.

Flora Kurz (SPD) sagte in Zusammenhang mit der Diskussion um die Geschwindigkeitskontrollen, vor den Schulen in der Lechfeldstraße herrsche vor allem zu Schulbeginn ein gefährliches Chaos durch haltende Autos. Teilweise würden die Eltern ihre Kinder sogar auf der Straßenseite aussteigen lassen. Das war zwar nicht Thema der Abstimmung, wurde jedoch von den Marktgemeinderäten und der Verwaltung registriert. Ein absolutes Halteverbot könnte Abhilfe schaffen, sagte Püttner.

Die Standorte der Radarkontrollen sowie die Messhäufigkeit wurde mit 15 zu 5 Stimmen angenommen. Die im Beschluss vom 11. November 2015 gefasste Entscheidung des Marktgemeinderates, auch den ruhenden Verkehr in bestimmten Bereichen zu überwachen, ist noch nicht umgesetzt, da das Konzept noch nicht ganz fertig sei, sagte Erich Püttner auf Anfrage. Man rechne im Herbst damit. Kontrollen könnte es nach der Einschätzung von Püttner beispielsweise am Bahnhof, am Ärztezentrum oder im Bereich der Schlesierstraße geben.

Siegfried Spörer

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