Kläranlage mit viel Grün

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Beschlossene Sache: Das Maschinenhaus der neuen Kläranlage in Rott soll ein begrüntes Flachdach bekomen.

Rott – Ein richtiger Dauerbrenner bleibt die Sanierung der Kläranlage im Rotter Gemeinderat. Der Vorschlag von Architekt Armin Wolf, das Maschinenhaus mit einem begrünten Flachdach zu versehen, kam jüngst erneut zur Sprache – und diesmal gab es eine 9:1-Mehrheit dafür.

Gegen diese Idee hatte es in der vorhergehenden Sitzung kritischen Stimmen aus dem Ratsgremium gegeben. Deshalb fand erneut ein Ortstermin statt, zudem berechnete der Architekt die Kosten für ein geneigtes Metalldach. Ergebnis: Es kostet rund 6800 Euro mehr als die Flachdachvariante. „Architekt Wolf hat sich deshalb auch nochmals für die Beibehaltung der im Genehmigungsverfahren vorgeschlagen Kon- struktionsweise ausgesprochen“, berichtete Bürgermeister Quirin Krötz. Dem schlossen sich die Ratsmitglieder, wohl auch im Hinblick auf die Kostenproblematik, an und stimmten mit klarer Mehrheit für das begrünte Flachdach.

Darüber hinaus kam die Vergabe der Aufträge für Türen, Tore und Stahlbauarbeiten zur Sprache. Für die beiden ersten Punkte sah die Planung Kosten von rund 30000 Euro vor. „Es wurden nur zwei Angebote abgegeben und das billigste lag bei 41000 Euro“, zeigte sich Krötz enttäuscht. „Der Architekt schlägt jetzt vor, die Ausschreibung aufzuheben und noch einem günstigeren Anbieter zu suchen“, erklärte der Rathauschef. Darüber hinaus solle in ein freihändiges Vergabeverfahren gewechselt und der Bürgermeister ermächtigt werden, den Auftrag ohne Zustimmung des Gemeinderats zu vergeben. „Unter 30000 Euro ist das möglich“, erklärte Krötz, der an die Räte appellierte diesen Weg zu gehen, um so günstiger weg zukommen. „Von den Ausschreibungsergebnissen war ich schockiert“, räumte Krötz ein. Mit einer Gegenstimme gab das Gremium für diese Lösung auch grünes Licht.

Zweiter Steg?

Einstimmig fiel danach der Beschluss für die Vergabe eines Stegs in das Klärbecken aus, von dem aus Wasserproben genommen werden können. Die Metallkonstruktion soll 3100 Euro kosten. „Das Gewerbeaufsichtsamt will möglicherweise zwei Stege haben“, bereitete Krötz die Ratsmitglieder schon mal auf eine Kostenmehrung um den gleichen Preis vor.

Roland Halmel

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