Für eine bessere Welt

Matthees-Stiftung spendet 60.000 Euro für Schulen in Afrika

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Beatrix und Erich Matthees (sitzend) von der Matthees-Förderstiftung haben bei „1.000 Schulen für die Welt“ 60.000 Euro für eine Schule in Kenia gespendet. Landrat von Donau-Rieß Stefan Rößle (zweiter von links) ist der Initiator des deutschlandweiten Projekts.

Landsberg – Vor über 30 Jahren haben Beatrix und Erich Matthees Kenia besucht. Auch eine Schule stand auf dem Programm. Die Kinder, die dort unter einfachsten Verhältnissen lernen, haben es ihnen angetan. Weshalb sie jetzt im Rahmen des Projekts „1.000 Schulen für die Welt“ 60.000 Euro gespendet haben.

Schon bei ihrem ersten Kenia-Besuch sei ihnen klar gewesen: „Wir wollen etwas tun.“ Erich Matthees gründete 2012 die Matthees-Förderstiftung in Landsberg, die Kinder und Jugendliche unterstützt. Zum Beispiel mit Projekten in Landsbergs Partnerstadt Waldheim oder auch in Dießen. Doch immer noch schwirrte Afrika in ihren Köpfen. Als Erich Matthees einen Beitrag des BR über das Projekt „1.000 Schulen für die Welt“ des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, des Deutschen Städte- und des Deutschen Landkreistags sah, wurde er hellhörig.

‚Vater‘ dieses Schul-Projekts ist der Landrat von Donau-Ries, Stefan Rößle. Der hatte bereits 2017 ein Projekt angestoßen, in dessen Rahmen er zehn Schulen bauen wollte und dafür Spenden und Sponsorengelder sammelte. Sein Landkreis finanzierte auch gleich eine Schule in Malawi – rein auf Spendenbasis. „Es ist ein Erlebnis, die Freude der Kinder zu sehen“, erzählt Rößle über seinen Besuch zur Schuleröffnung.

Rößles Idee machte wortwörtlich Schule. Deutschlandweit. Inzwischen sind 36 Schulen fest geplant. Und 30 davon auch finanziert. Gemeinsam mit Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller präsentierte Rößle schließlich am 6. November letzten Jahres „1.000 Schulen für die Welt.“ Der Landrat konnte dabei auf seine Kontakte zur Stiftung „Fly and Help“ zurückgreifen, die sich in Entwicklungsländern vor Ort für Schulen einsetzt. Die Schulen könne man nur in Ländern mit wenig Korruption bauen. „Die Mitarbeit der Länder ist gefragt. Denn sie müssen die Lehrkräfte organisieren und auch finanzieren.“ Zudem sei es notwendig, dass ein Organisation wie „Fly and Help“ oder auch die Welthungerhilfe als Ansprechpartner vor Ort sei.

Rößle schlug dem Ehepaar Matthees zwei Schulen in Afrika vor, die Hilfe benötigten: eine in Namibia und eine in Kenia. Dass die Wahl der Matthees auf Kenia fiel, ist logisch. Dass es sich aber genau um die Schule handelt, die das Ehepaar vor über 30 Jahren besucht hat, ist Zufall. „Ich war wie elektrisiert, als ich die Sendung im BR gesehen habe“, sagt Erich Mathees. „So viel Zufälle kann‘s nicht geben.“ Mit den 60.000 Euro wird ein neues Schulgebäude finanziert, in dem dann die Klassen fünf bis acht unterkommen. Denn bisher ist ab der Klassenstufe vier Schluss.

Das Motiv von Beatrix und Erich Matthees ist, den Menschen in Afrika Hilfe zur Selbsthilfe zu geben: „Eine gebildete Jugend trägt stärker zur wirtschaftlichen Entwicklung bei.“ Bildung sei die Grundlage für gute Familienplanung. Und die wiederum Voraussetzung dafür, das explodierende Bevölkerungswachstum einzudämmen. „Wir müssen Maß halten“, sagt Erich Matthees. Und zwar alle. Geld sieht er als „Lebensgutscheine, die genutzt werden müssen“. Zudem sei es seiner Familie immer gut gegangen, „auch wegen des Staates, in dem wir leben. Und deshalb wollen wir etwas zurückgeben.“

Susanne Greiner

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