Stadt bringt Flüchtlinge am Sportzentrum unter

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In dieses städtische Wohngebäude am Sportzentrum werden demnächst Asylbewerber einziehen.

Landsberg – In den Landkreis kommen voraussichtlich in diesem Jahr mehr Asylbewerber als ursprünglich gedacht. Um sie unterbringen zu können, mietet das Landratsamt inzwischen zusätzliche Wohnungen an, so auch im Landsberger Sportzentrum.

„Die letzte Prognose, die wir vom Freistaat erhalten haben, geht davon aus, dass wir bis zum Jahresende rund 440 Bewerber bekommen“, so Wolfgang Müller. Der Pressespre­cher des Landratsamtes bestätigt auch, dass man im Moment „leicht“ unter der Unter­bringungsquote liege, die die Regierung von Oberbayern vorgesehen habe.

Derzeit wohnen im Landkreis 212 Asylbewerber, davon 66 in Landsberg (einschließlich Erpfting) und 113 in Kaufering. 55 von ihnen stammen aus Syrien, die Hälfte davon hat bereits den Flüchtlingsstatus er­halten. Inzwischen werden auch in Utting, Dießen, Thaining, Schondorf zunehmend Bewerber untergebracht, und auch im nördlichen Landkreis.

Zusätzlich wird der Kreis in Landsberg selbst noch einmal aktiv. Sowohl die ehemalige Hausmeisterwohnung als auch eine zweite angrenzende Unterkunft im Sportzentrum hat man jetzt von der Stadt angemietet, wie Müller auf Nachfrage des KREISBOTEN bestä­tigt. Da die Wohnungen renovierungsbedürftig sind, werde man „einige kleinere Arbeiten vornehmen“.

Wieviele Personen man dort unterbringen kann, sei im Moment noch nicht abzusehen. „Das hängt immer auch vom Familienzuschnitt ab, aber auch von der Herkunft und der Religion der Leute.“ Da es sich um zwei überdurchschnittlich große Wohnungen handelt, geht man beim Landratsamt im Moment davon aus, dass dort Platz für rund 20 Menschen ist. Die leerstehende Wohnung soll bereits im Februar belegt werden. Im zweiten Objekt wurde das bestehende Mietverhältnis inzwischen gekündigt, dort sollen voraussichtlich im Mai die ersten Asylbewerber einziehen.

Dazu kommen die rund 60 Plätze auf dem Klostergelände in der Münchener Straße, wo demnächst die Container aufgestellt werden sollen. „Wir gehen davon aus, dass wir damit unsere Quote spätestens im Sommer sicher wieder erfüllen“, so Müller.

Christoph Kruse

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