Mehr Ganztagsklassen in Landsberg

In der Lechstadt soll es weitere Ganztagsklassen an Grundschulen geben. Nach der Katharinenschule, an der die erweiterte Betreuung Mitte September startet, möchte OB Ingo Lehmann (SPD) ein entsprechendes Angebot „zeitnah“ auch an der Platanen- und Spitalplatzschule einführen. Die Entscheidung über den Zeitplan liege aber beim Kultusministerium.

Weil mittlerweile viele Kommunen Anträge auf offene Ganztagsschulen gestellt haben, wurde das Kontingent von 2160 Gruppen im Freistaat zum ersten Stichtag am 10. Juli dieses Jahres weit überschritten. Der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags informierte seine Kollegen aber bereits darüber, dass die Staatsregierung nachgebessert und zusätzlich 13 Millionen Euro für nunmehr 2800 Gruppen zur Verfügung stellen werde. Diese Gelegenheit wollten die Stadtoberen in Landsberg nicht ungenutzt lassen. Unmittelbar nachdem die Genehmigung für die Einrichtung einer Ganztagsklasse an der Katharinenschule kam, habe die Stadt sogleich die Anträge für die Platanen- und die Spitalplatzschule gestellt. „Damit sind wir theoretisch in der Lage, ab dem Schuljahr 2010/2011 an allen Grundschulen längere Betreuung anzubieten“, so Lehmann. Ziel sei eine Betreuung für Schulkinder montags bis donnerstags von 7 bis 16 Uhr, bei entsprechender Nachfrage bis 17 Uhr, und freitags von 7 bis 13 Uhr. Lehmann: „Damit verbessern wir gezielt die individuelle Förderung der Kinder.“ Erst die Spitalplatzschule Die Stadt dränge darauf, dass insbesondere an der Spitalplatzschule sobald wie möglich eine Ganztagsklasse eingerichtet wird. Nach einer vorläufigen Begehung und Rücksprache mit dem Baureferat sei es hier relativ einfach, das Konzept auch räumlich zu realisieren. Dagegen erfordert die Implementierung an der Plantanenschule eine längere Planung, da aufgrund des zusätzlichen Raumbedarfes noch diverse Maßnahmen erforderlich werden. Für den Umbau des Untergeschosses der Katharinenschule hat der Stadtrat am Mittwoch insgesamt 230000 Euro freigegeben. Die schulaufsichtliche Genehmigung und eine Förderzusage über rund 80000 Euro der Regierung von Oberbayern vorausgesetzt, kann das Projekt noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Da der gebundene Ganztagszug im September nur mit einer 1. Klasse startet, ist keine Eile geboten. Gleichwohl genehmigten die Ratsmit- glieder weitere 10000 Euro für die Möbel in dem Provisorium.

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