Mehr Gefühl für die Kupplung

Beim Rennen in Rimini lieferte sich Marcel Schrötter (vorne) einen durchgehenden Zweikampf mit dem Japaner Tomoyoshi Koyama, den er schließlich verlor und den Grand Prix auf Rang 22 beendete. Foto: Desguaces La Torre SAG

Einen rundenlangen und mitreißenden Positionskampf hat sich Marcel Schrötter beim dritten Einsatz für sein neues Team Desguaces La Torre SAG geliefert. Wegen der wechselhaften Witterungsbeding-ungen war es für Schrötter ein schwieriges Rennwochenende beim Gran Premio di San Marino e Della Riviera di Rimini. Der 19-jährige Pflugdorfer überquerte schließlich als 22. die Ziellinie.

Der Renntag beim zwölften Saisonrennen in der hartumkämpften Moto2TM Weltmeisterschaft fand im Gegensatz zu den Trainingstagen bei herrlichem Spätsommerwetter statt. Aufgrund der geänderten Verhältnisse wartete auf Marcel Schrötter ein anstrengender Sonntag, vor allem aber auch wegen dem verpatzten Qualifying tags zuvor, in dem sich der Bimota-Pilot wegen eines Sturzes in der Anfangsphase nur für den 29. Startplatz qualifizieren konnte. Das Moto2TM Rennen musste nach einem Motorschaden an der Rennmaschine des Engländers Gino Rea abgebrochen und für die verkürzte Distanz von 14 Runden neu gestartet werden. Schrötters Start in das Sprintrennen war wegen zu geringer Erfahrung mit der Kupplung an seiner Bimota weniger optimal, jedoch ab der ersten fliegenden Runde fand er einen guten Rhythmus und fuhr auf dem anspruchsvollen 4226 Meter langen Misano Circuit konkurrenzfähige Rundenzeiten. „Auf den ersten Metern komme ich gut weg, aber sobald ich dann die Kupplung komplett auslasse, steigt das Bike vorne in die Höhe“, erklärt Marcel Schrötter. „Für diese Kupplung muss ich noch mehr Gefühl bekommen.“ Im Schnellzugtempo arbeitete er sich in Reichweite von Rang 20, bevor es für die restliche Renndistanz zu einem spannungsgeladenem Zweikampf mit dem Japaner Tomoyoshi Koyama kam. Das Duo wechselte dabei ständig die Positionen. „Der Zweikampf mit Tomo hat Spaß gemacht“, befindet Schrötter nach dem Rennen. „Schade, dass ich ihn in der letzten Runde nicht mehr schnappen konnte.“ Denn der Versuch seinen japanischen Kontrahenten in der allerletzten Kurve vor der Ziellinie noch niederzuringen scheiterte und Marcel Schrötter beendete sein erst drittes Moto2TM Rennen als 22. Das Sprintrennen über die Distanz von 14 Runden gewann WM-Leader Marc Marquez. In einem fulminanten Finish verdrängte der Spanier erst in der letzten Runde seinen Landsmann Pol Espargaro von der Spitze. Dritter wurde Lokalmatador Andrea Iannone.

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