Mehr als Kosmetik

Ohne Stufen durch die neugestaltete Rathauspassage bis ins Bahnhofsgebäude. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Rathausumfeld wird das möglich sein. Foto: Nagl

ür Gehbehinderte und Fußgänger mit Kinderwagen wird der Weg von der Staatsstraße zum Schondorfer Bahnhof künftig problemlos zu bewältigen sein. Nachdem die Ostseite der Rathauspassage bereits bei der energetischen Sanierung des Gebäudes mit einer Rampe versehen wurde, soll nun eine barrierefreie Durchgängigkeit bis ins Stationsgebäude geschaffen werden.

Außerdem ist eine Neugestaltung der Außenanlagen des Verwaltungsgebäudes und des jüngst errichteten Jugendtreffs geplant. In der jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat dem von Architekt Edgar Bürger entworfenen Konzept zu. Für Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD) ist der behindertengerechte Abgang vom Rathaus und der Übergang über die Bahnhofstraße zum Stationsgebäude von entscheidender Bedeutung: „Die Stufen kommen weg und werden durch eine Rampe ersetzt.“ Deshalb muss auch die Fahrbahn etwas angehoben werden, gleichzeitig soll der Straßenbereich merklich verbreitert werden: So soll die Kurve vor dem Lokal Kuba etwas aufgeweitet werden, was allerdings zu Lasten der kleinen, kommunalen Grünfläche vor der Gemeindebücherei geht. Und an der Westseite der Straße ist von der Bahnunterführung bis zum Stationsgebäude ein bis zu zwei Meter breiter Gehweg vorgesehen: Dieser sei unter anderem für die Fahrschüler der Schondorfer Knabenrealschule wichtig, stellte der Bürgermeister fest. Vor dem Jugendhaus sollen mehr Stellplätze für Schulbusse geschaffen werden. Im Wartebereich an der Nord- und Südseite des Treffpunkts werden Sitzbänke aufgestellt – damit erfülle man einen seit längerem geäußerten Wunsch, sagte Wittmaack. Entlang des Rathauses und des Büchereigebäudes entstehen neun Pkw-Parkplätze, zudem wird ein Fahrradständer vor der Bibliothek aufgestellt. An der Nordseite des Rathauses soll für die Besucher des Jugendtreffs ein Garten mit Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden: Architekt Bürger denkt etwa an eine Tischtennisplatte, an der Ostseite des Holzfertigbaus ist eine hölzerne Terrasse geplant, ein wenig abseits vom Haus wird eine Feuerstelle mit Grillplatz eingerichtet. Südlich und nördlich des Gebäudes sind die Wartebereiche für Fahrschüler vorgesehen. Zum Rathaus hin soll der Gartenbereich des Jugendzentrums mit Wasserbausteinen und Beerensträuchern abgegrenzt werden. Im aktuellen Haushalt sind für die Maßnahmen 300 000 Euro vorgesehen. Im Rahmen der Werksplanung wird der Architekt eine detaillierte Kostenschätzung vorlegen.

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