Mehr Platz für Kinder in Schondorf

Behaglich, Licht durchflutet und ausgestattet mit hochwertigen, kindgerechten Materialien, so präsentiert sich der Erweiterungsbau des Kinderhauses in Schondorf. Die ersten Bewährungsproben hat das 1,6 Millionen-Euro-Projekt bereits überstanden, denn der Betrieb wurde bereits am 16. März aufgenommen. Eine offizielle Einweihungsfeier wird es allerdings erst Anfang Juli geben. Bis dahin sind auch die Außenarbeiten abgeschlossen.

Bürgermeister Peter Wittmaack ist stolz darauf, dass seit Baubeginn im Mai 2008 nur zehn Monate vergingen. „Trotz des strengen Winters“, so Wittmaack, „konnten wir das Terminversprechen, das wir Eltern und Kindern gegeben haben, einhalten.“ 700 Quadratmeter hat das Schondorfer Kinderhaus, das sich zuvor drei Kindergartengruppen teilten, dazubekommen. Jetzt sind auf insgesamt 1200 Quadratmetern vier Kindergarten- und zwei Krippengruppen untergebracht, die ab September mit 28 Kindern bereits voll belegt sein werden. Insgesamt werden im Kinderhaus rund 130 Buben und Mädchen von 15 pädagogischen Mitarbeitern betreut. Den schönsten Gruppenraum im Obergeschoss hat die ehemalige vierte Kindergartengruppe bekommen, war sie doch aus Raumnot dreieinhalb Jahre provisorisch in der Mittagsbetreuung der Grundschule untergebracht. Nun haben „Die Krokodile“ wie sich die Gruppe nennt, einen Panoramablick über den großen Garten des Kinderhauses, der im Halbkreis vom Altbestand (Baujahr 1982; Architekt Alfred Sunder-Plassmann) und vom harmonisch angegliederten Erweiterungsbau umgeben ist. In den Garten rutschen Wenn die Außenanlagen fertig sind, können „Die Krokodile“ von ihrer Terrasse aus über eine Rutsche direkt in den Garten hinunter rutschen. Großes Lob erhielt Architekt Helgo von Meier von Bürgermeister Wittmaack und Kindergartenleiterin Edith de Bortoli unter anderem auch für die verglaste Halle, die als architektonisch gelungene Verbindung zwischen Alt- und Neubau zugleich eine pädagogischen Aufgabe übernimmt: Zur Freispielzeit werden die großen Glastüren der Gruppenräume geöffnet, die direkt in die Halle führen. Dann verwandelt sie sich zum Gruppen übergreifenden Treffpunkt für alle Kinder. Dass das Kinderhaus rund 400000 Euro teurer wurde als ursprünglich geplant, erklärt Bürgermeister Wittmaack damit, dass man sich kurzfristig entschieden habe anstatt fünf sechs neue Gruppenräume mit den dazugehörigen Nebenräumen zu bauen. Außerdem stiegen während der Bauphase die Rohstoffpreise kräftig an. Glück hatte man dagegen mit der Zuschusspolitik: 900000 Euro sind zugesagt, 575000 Euro wurden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bereits überwiesen.

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
40 Mal direkt in die Lehre
40 Mal direkt in die Lehre
Penzinger Feld gewinnt das Tauziehen
Penzinger Feld gewinnt das Tauziehen
Neue Könige der Gesellschaft?
Neue Könige der Gesellschaft?

Kommentare