Der Wurm muss warten

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Die Vorbereitungen für den Landsberger Gaudiwurm laufen nicht nur bei den Faschingsfreunden Hiltonia auf Hochtouren: In diesem Jahr werden 23 Wagen am Umzug teilnehmen.

Landsberg – Die Wagen sind die Highlights beim Landsberger Gaudiwurm, da ist sich der Vorsitzende des Faschingsvereins Nikolaus Amberger sicher. Und deshalb sind in diesem Jahr auch noch mehr Wagen dabei, wenn sich der „Wurm“ am Lumpigen Donnerstag wieder durch die Stadt schlängelt. Insgesamt nehmen an dem Umzug am 4. Februar 48 Gruppen – davon 23 Wagen und 25 Fußgruppen – teil.

„Damit hat Landsberg verhältnismäßig einen größeren Umzug als Nürnberg“, so Amberger. Geändert hat sich zu den letzten beiden Jahren – seitdem organisiert der Verein den Gaudiwurm – nicht viel. Einzige Neuerung: Die Preisverleihung wird nicht mehr direkt im Anschluss an den Umzug stattfinden, sondern erst etwa eine Woche später in einer gesonderten Veranstaltung. Mehr als die jetzt anvisierten 1200 Teilnehmer wären von der Zuglänge her nicht gegangen, so der Vorsitzende des Faschingsvereins. Ohnehin wird der Gaudiwurm in diesem Jahr einen Stopp am Hauptplatz machen müssen, damit der „Schwanz“ des Wurmes aufrücken kann. „Die Länge ist jetzt ideal“, so Amberger.

Start für den Umzug ist um 13.30 Uhr auf der Festplatzwiese „Schlüsselanger“. Von dort geht es dann über die Spöttinger Straße auf die Katharinenstraße über die Brücke Richtung Hauptplatz. Danach schlängelt sich der Zug durch die Altstadt, dem Hinteren Anger mit einer scharfen Linkskurve in den Vorderanger und zurück über die Ludwigstraße.

Seit dem Sommer ist der Verein mit der Organisation beschäftigt. Viele Gruppen hätten schon länger keinen Wagen mehr gestaltet und seien erst jetzt durch die letzten beiden Umzüge dazu inspiriert worden, meint Amberger. Fast alle Faschingsvereine aus der Umgebung werden mit einem Wagen oder als Fußgruppe vertreten sein. Die Themen sind dabei wie immer vielfältig: Von „Bauer sucht Frau“ über die „90er“ bis „Schloss des Grauens“.

Das Problem der „Wildbiesler“ soll in diesem Jahr auch vom Tisch geräumt werden: Rund 30 Dixie-Toiletten werden in der Stadt aufgestellt. Zusätzlich wird es auf dem Hellmair-Platz ein Urinal geben. Im vergangenen Jahr war der bereitgestellte Toilettenwagen durch die niedrigen Temperaturen eingefroren und vor der Rathaus-Toilette hatte sich eine große Schlange gebildet. Die Rathaus-Toilette wird aber auch wieder geöffnet sein. „Das ist die beste Lösung“, meint der Vereinsvorstand.

Wer in diesem Jahr beim Umzug dabei ist, darf auch im nächsten Jahr wieder mitmachen. Deshalb wird es auch für 2017 nicht viele Veränderungen geben, so Amberger. Eine Idee hat der Vorsitzende allerdings doch im Kopf: Ein Kinderfasching, der vor dem eigentlichen Umzug stattfinden könnte, wäre eine Überlegung wert. Ansonsten stehen jetzt noch die letzten Vorbereitungen an: „Wir freuen uns vor allem auf die vielen Besucher“, so Amberger.

Astrid Erhard

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