Grünes Licht für Wohnungen

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Das ehemalige Raiffeisengebäude (links) samt Lagerhaus (Mitte, bis zum Beginn der Holztore) werden voraussichtlich Ende März abgerissen. Dort entsteht ein Gebäude mit 15 barrierefreien Wohnungen.

Scheuring – Die Regierung hat grünes Licht erteilt: Mit fast 3,4 Millionen Euro fördert sie 15 Mietwohnungen, die auf dem Grund des ehemaligen Raiffeisengebäudes entstehen sollen. Der Baubeginn für die Wohnungen am neuen Grillenweg, so Bürgermeister ­Manfred Menhard, sei etwa zur Jahresmitte vorgesehen.

Scheuring ist damit Teil des Wohnförderprogramms, durch das Städte und Gemeinden in Bayern bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum unterstützt werden – aus einem Topf von insgesamt 60 Millionen Euro. Von dem Anteil, der zuletzt für den Grillenweg bewilligt wurde, werden etwa 1,2 Millionen Euro als Zuschüsse ausbezahlt, weitere 2,2 Millionen als zinsgünstige Darlehen angeboten. Zielgruppe des Förderprogramms, so Regierungs-Pressesprecher Dr. Martin Nell, seien einkommensschwächere Haushalte – darunter insbesondere Senioren und mobil Eingeschränkte. Deshalb seien sämtliche Wohneinheiten barrie­refrei gestaltet und erreichbar. Bürgermeister Menhard rudert an dieser Stelle zurück: „Die Einheiten sind nicht ausschließlich für Senio­ren oder Menschen mit Behinderung.“ Das ergebe sich auch aus der Aufteilung der Wohnungen.

Geplant sei ein Gebäude mit insgesamt drei Stockwerken. Darin fänden neben sechs Einzimmerwohnungen mit etwa 40 Quadratmetern auch größere Wohnungen Platz: Jeweils drei Dreizimmer-, Vierzimmer- und Fünfzimmerwohnungen kommen im Komplex unter – die größten Appartements mit einer Fläche von bis zu 92 Quadratmetern.

Und wie sieht der Zeitplan aus? „Die Ausschreibungen erfolgen in den nächsten Wochen“, prog­nostiziert Menhard. Plan zum Baubeginn gebe es noch keinen, da die Baugenehmigung derzeit noch ausstehe. Der Rathauschef hofft, dass „die Bauarbeiten bis zur Mitte des Jahres anlaufen“. Zunächst muss aber die Baufläche geräumt werden. Derzeit steht dort noch das ehemalige Raiffeisengebäude, deren nordwestlicher Teil Ende März abgerissen werde, wie Verwaltungsmitarbeiter Jürgen Hafner mitteilt. Das angrenzende Bauhofgebäude dagegen bleibe weiterhin bestehen.

Mit den neuen Wohnungen erhält auch die anliegende Straße einen neuen Namen. Schon Ende letzten Jahres entschied die Gemeinde, Seitenarme der Hauptstraße eigens zu benennen. Als Grund wurde in der damals veröffentlichten Pressemitteilung angeführt, es hätte immer wieder Beschwerden wegen unübersichtlicher Hausnummerierungen gegeben. Das Bayerische Straßen- und Wegegesetz verpflichte schließlich dazu, Straßennamen und -nummern eindeutig zu beschildern. Da­raufhin folgte der Schritt, Seitenarme der Hauptstraße neu zu betiteln – darunter auch den Grillenweg, der mit dem Neubau des Mehrfamilienhauses weiter Form annimmt.

Marco Tobisch

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