Besser Biergarteln am Lech:

Der Lechgarten-Anbau ist genehmigt

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Im Lechgarten genehmigt: Der Anbau (vorne links) an das Gebäude auf der Ufermauer soll so unauffällig wie möglich ausfallen, um die Altstadt-Silhouette nicht zu beeinträchtigen.

Landsberg – Der geplante Anbau am Lechgarten hat im Bauausschuss des Stadtrats grünes Licht erhalten. Nach einem Ortstermin und erneuter Debatte stellte sich die Mehrheit der Mitglieder auf den Standpunkt, dass das Nebengebäude sich in die Umgebung einfügt und den Blick auf die Altstadt-Silhouette am östlichen Lech-Ufer nicht beeinträchtigt.

Bauamt und Denkmalschutz hatten bereits im Vorfeld signalisiert, dass der Planung zugestimmt werden könne. Schlichte Formen, eine Holzverschalung und ein Blechdach mit flacher Neigung sollen dafür sorgen, dass der eingeschossige Anbau lediglich als untergeordnetes Nebengebäude in Erscheinung tritt. Gerade die Verschalungsidee gefiel jedoch nicht jedem im Ausschuss. „Ganz normaler Verputz wäre besser“, fand Reinhard Skobrinsky (BAL) mit Blick auf den Erhalt der historischen Altstadt.

Vor der Sitzung trafen sich die Bauausschuss-Mitglieder unter der Leitung von Bürgermeisterin Doris Baumgartl (Mitte, links) und Stadtbaumeisterin Birgit Weber im Lechgarten, um die Gegebenheiten für den geplanten Anbau in Augenschein zu nehmen.

Die Fenster dürfen wie geplant ihre längliche Form behalten und müssen nicht denen des Hauptgebäudes angeglichen werden. Dieser Punkt wurde in einer eigenen Abstimmung entschieden. Allerdings besteht der Ausschuss auf Sprossenfenstern. Einem weiteren Wunsch – nämlich dem, das Blechdach in Kupfer ausführen zu lassen – versprach Planer Christian Metzger ebenfalls zu folgen.

Dieter Völkel (SPD) empfand das Gebäude trotz dieser Zugeständnisse als „störend für den Blick von der Karolinenbrücke“ aus. Fraktionskollege Ludwig Kaiser dagegen lobte, dass sich der Anbau „gut wegduckt“ und dem Anblick der Altstadtfassade nichts wegnehme. Außerdem verschwinde dafür ja der jetzige Schuppen („eine Bruchbude“).

Der Lechgarten gilt als einer der schönsten Biergärten der Stadt, doch in Sachen Gestaltung gebe es „unheimlich Luft nach oben“, fand Hans-Jürgen Schulmeister (Landsberger Mitte). Er kritisierte die Zufahrtssituation zu den drei Stellplätzen im hinteren Bereich, die nur durch den Biergarten zu erreichen sind. Was, wenn dort Kinder herumspringen, so sein Einwand – zumal der momentan noch existierende kleine Spielplatz dem Anbau zum Opfer fallen wird.

„Man sitzt zwischen Parkplätzen, dem Lech und einer Häuser­wand“, kritisierte auch Moritz Hartmann (Grüne). Planer Metzger erinnerte an die Stellplatzsatzung – der Bauherr muss Parkflächen auf seinem Grund nachweisen, auch wenn eine Ablöse sicherlich möglich sei. Doch letztlich könne niemand einem Eigentümer verbieten, mit dem Auto auf sein eigenes Grundstück zu fahren, wie Ordnungsamtschef Ernst Müller sagte.

Letztlich stimmte der Ausschuss mit 9:3 Stimmen der Planung zu. Zweite Bürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV), die in Vertretung des erkrankten OB Mathias Neuner die Sitzung leitete, signalisierte allerdings, dass der Antragsteller mehr Entgegenkommen von Seiten der Stadt nicht erwarten könne. „Wir gehen davon aus, dass Sie keine Tekturanträge einreichen werden.“

Ulrike Osman

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