Von meisterlich weit entfernt – Riverkings vergeigen 4:1 gegen Bad Wörishofen

Es hätte die große Revanche wer­den sollen – am Ende aber war es eine Riesenenttäuschung: Im Spitzenspiel der Eishockey-Bezirksliga hat es für den HC Landsberg gegen den EV Bad Wörishofen nur zum einem 4:4 gereicht. Damit sind die Riverkings jetzt auf Schützenhilfe im Kampf um Platz 1 angewiesen.

Dabei hatte alles so gut begonnen. Der HCL hatte das Spiel über zwei Drittel lang im Griff, nicht zuletzt weil Coach Topias Dollhofer bis auf Manfred Krauß auf alle Stammkräfte zurückgreifen konnte. Auf Tore mussten die 264 Fans aller­- dings bis zur 16. Minute warten. Beide Teams waren zu viert auf dem Eis, da versuchte Davide Conti einen Schlenzer in Richtung Wörishofener Tor. Die Scheibe schlug unter der Latte im Tornetz ein – 1:0. Es kam noch besser. Nach einem üblen Fehler der Gäste direkt vor dem eigenen Tor, schnappte sich Mattias Hitzelberger die Scheibe schob nach links und Alexander Endres verwandelte abgezockt zum 2:0 (19.). Die Kurstädter blieben dagegen durch ihre schnellen Konter gefährlich. Acht Sekunden nach Wiederbeginn fuhren sie einen und Dominik Specht versenkte einen Querpass von Oliver Glöckner zum 2:1. Der HCL blieb aber am Drücker und stellte zur „Halbzeit“ den alten Abstand wieder her. Nach einem Schuss von Johannes Böck verwandelte Andreas Klundt den fälligen Abpraller zum 3:1 (31.). 4:1-Führung verschenkt Nach knapp fünf Minuten im letzten Drittel fiel dann sogar die vermeintliche Vorentscheidung. Matthias Assner besorgte nach einer schönen Kombination über Daniel Möhle und Ville Dollhofer das 4:1. Was aber dann passierte, wird etlichen HCL-Akteuren auch heute noch ein Rätsel sein. Zunächst schaffte Thomas Herbst in doppelter Überzahl für die Gäste das 4:2 (48.), Oliver Glöckner besorgte mit einem Doppelpack in der 50. und 52. sogar den Ausgleich. Zwar versuchten die Landsberger danach noch einmal alles, am Ende mussten sie sich aber mit dem bitteren Unentschieden begnügen. HCL-Coach Dollhofer zeigte sich danach stocksauer. Aber nicht auf seine eigene Mannschaft. „Klar sind wir selbst schuld, aber wenn ich sehe, dass sich Wörishofen nach dem zweiten Drittel beim Schiri beschwert und wir danach Strafzeiten bekommen, die einfach nur eine Frechheit sind, dann finde ich das zum Kotzen.“ Etwas mehr Freude hatte er 24 Stunden später beim Spiel in Peiting gegen den ESV Bad Bayersoien. 7:1 hieß es am Ende für den HCL. „Wir haben da unsere Pflichtaufgabe erfüllt“, meinte hinterher Verteidiger Markus Haschka. Tatsächlich kamen die Landsberger nur einmal in Verlegenheit, als sie im letzten Drittel in eigener Überzahl das zwischenzeitliche 5:1 kassierten. Für die Riverkings trafen Speckamp (2), Klundt (2), Hess, Ass­ner und Endres. SG vermöbelt Bayersoien Richtig gut in Form ist auch die SG Denklingen/EVL 2000 1b. Mit 8:0 schossen die Lechrainer schon am Freitagabend den ESV Bad Bayersoien förmlich aus der Landsberger Eishalle. Im ersten Drittel taten sich die Denklinger noch schwer und kamen gegen die defensiv starken Gäste kaum zu Chancen. Nach dem torlosen Auftakt wollten die Mannen um Kapitän Markus Weiss ihrem vom Urlaub zurückgekommenen Trainer Georg von der Saal ein schönes Willkommensgeschenk machen. Und es gelang hervorragend. Denklingen arbeitete sich etliche Chancen heraus und stellte noch vor der zweiten Pause auf 5:0. Werner Kößl (21./32./35.), Heribert Maier (34.) und Martin Kößl (40.) trafen. Am Ende merkte man den Gästen aus Bad Bayersoien an, dass sie nur mit zwei Blöcken angereist waren. Die SG hatte leichtes Spiel und besorgte durch Martin Kößl (44./51.) und Heribert Maier (49.) frühzeitig den Endstand. „Wir haben dann zehn Minuten vor Schluss das Gas raus genommen, sonst hätten wir zweistellig gewonnen“, meinte hinterher der dreifache Torschütze Werner Kößl. Einziger Wermutstropfen für Denklingen war, dass Philip Gerstlauer schon nach 17 Minuten vom Eis musste, weil er einen Gästespieler unglücklich mit dem Schläger verletzte. Erst Spiel, dann Markt Durch den Sieg schnuppern die Lechrainer weiter an der Tabellenspitze. Mit elf Zählern liegen sie gleichauf mit dem HCL und nur einen Punkt hinter Bad Wörishofen. Am kommenden Freitag wartet mit dem SV Apfeldorf eine lösbare Aufgabe auf die Denklinger – am Sonntag veranstalten die „Eishackler“ dann ihren Christ­kidlsmarkt, er beginnt um 16 Uhr. Die Riverkings spielen am Samstag zuhause gegen Kellerkind Oberstdorf.

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