Meterdick Kies in Unterdießen – 20 Hektar großer Kiesabbau in Planung

Es war zu erwarten, was die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung über den zukünftigen Abbau von Kies auf ihrem Gebiet einstimmig entschieden haben. Dem Vorschlag entsprechend der Analyse des Landschaftsplan- ungsbüros Lars Consult bestimmten sie eine rund 20 Hektar große Fläche südöstlich des Gewerbegebietes. Hier gibt es bereits eine kleine, von der Gemeinde betriebene Kiesgrube.

Hintergrund der Analyse war das Ansinnen des Prinzen von der Leyen in seinem Wald an der Lechterrasse nordöstlich des Gewerbegebietes um die 4,5 Hektar zum Abbau von Kies zu nutzen. Der nun gewählte Standort schließt die Flächen des Prinzen aus. Planer Bernd Munz führte in der Sitzung den Räten eingehend die Vor- und Nachteile möglicher Standorte anhand von Grafiken vor. Wie es für diese Gegend üblich sei, befinde sich unter dem Gemeindegebiet eine meterdicke Kiesschicht. Berücksichtige man alle Kriterien sei der gewählte Standort am sinnvollsten. Hier ließen sich auch die geforderten Abstandsflächen zur umliegenden Bebauung einhalten. Zum Ausschluss kamen Flächen, die entweder Schutzgebiete für Vögel und Landschaft, FFH-Gebiete oder sonst wie ökologisch hochwertig sind, weitere Bereiche von Bodendenkmalen sowie Waldflächen. Die Abfuhr des gewonnenen Materials, so Munz, könne über den Feldweg entlang der Bahnlinie, der dann zu asphaltieren sei, zur Kreisstraße und weiter zu B 17 erfolgen. Auf die Frage nach der zukünftigen Verfüllung und Renaturierung eines solchen Loches, warnte Munz vor einfachen Lösungen. Von irgendwo müsse das Material, das unbedenklich sein muss, ja herkommen. Der jetzt geänderte Flächennutzungsplan der Gemeinde soll in Zukunft verhindern, Kies an anderen Stellen, als den ausgewiesenen abzubauen.

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