"Nicht schöngerechnet"

Fuchstaler Haushalt erreicht Rekordvolumen 

+
Bei all den Projekten, die zu finanzieren sind: Die Fuchstaler wollen dennoch die Kirche im Dorf lassen.

Fuchstal – Mit den Worten „Der Haushalt ist nicht schöngerechnet“ beschloss Kämmerer Gerhard Schmid im Gemeinderat seine Erklärungen zum Finanzpaket der Gemeinde Fuchstal: Der Etat erreicht heuer mit 18 Millionen Euro ein Rekordergebnis. Zu stemmen sind die Investitionen nur mit neuen Schulden und mit einem Griff in die Rücklagen.

Bei einem Gesamtergebnis von 18 Millionen Euro – zum Vergleich: in der südlichen Nachbargemeinde Denklingen sind es heuer 19,5 Millionen Euro – wird im Fuchstal dieses Jahr kräftig investiert. Denn im Vermögenshaushalt sind 11,2 Millionen Euro aufgelistet. Dagegen sind es im Verwaltungshaushalt genau 6,8 Millionen Euro.

Auf zwei Parameter wies Kämmerer und VG-Geschäftsleiter Gerhard Schmid besonders hin. Ende 2018 hatte die Gemeinde 8,45 Millionen Euro an Schulden. Dem standen 7,7 Millionen Euro an Rücklagen gegenüber. Ende 2019 werden die Schulden freilich auf 9,9 Millionen Euro steigen. Die Rücklagen schmelzen deutlich; Ende Dezember werden es wohl 4,8 Millionen Euro sein.

Für das große Energieprojekt Wärmespeicher am östlichen Ortsrand (Kosten gut fünf Millionen Euro) sind heuer im Haushalt knapp eineinhalb Millionen Euro vorgesehen. Vom Bund erhält die Gemeinde für den Wärmespeicher einen 75-prozentigen Zuschuss.

1,1 Millionen Euro sind heuer für Grunderwerb eingeplant. Schon der Kauf des gut ein Hektar großen Schlichtherle-Areals an der Bahnhofstraße kostete die Gemeinde im vergangenen Jahr deutlich mehr als eine Million Euro.

Ebenfalls mehr als eine Million Euro werden für die Sanierung der Kindertagesstätte aufzuwenden sein. Ein Teil wurde bereits 2018 bezahlt, heuer sind im Haushalt dafür 785.000 Euro vermerkt.

Mit 670.000 Euro sind die vier neu errichteten Mehrfamilienhäuser mit den 16 Wohnungen im Finanzpaket für 2019 berücksichtigt. Insgesamt wurden dafür 3,6 Millionen Euro investiert, wobei die Gemeinde auch da Zuschüsse vom Staat erhält. Mit solchen Projekten würde ebenso wie mit der zweiten Fotovoltaikanlage bei Asch oder dem Erwerb des Schlichtherle-Anwesens Vermögenswerte geschaffen, kommentierte Schmid.

Im Vermögenshaushalt stehen unter anderem auch Ausgaben für die Breitbandversorgung (440.000 Euro) und für die Sanierung der Grundschule in Leeder (600.000 Euro). Die Baumaßnahmen sollen, wie Bürgermeister Erwin Karg vorausblickte, in den Faschingsferien 2020 beginnen.

Bei den wichtigen Einnahmequellen rechnet Kämmerer Schmid konservativ mit zirka zwei Millionen Euro beim Anteil an der Einkommensteuer, mit gut einer halben Million bei der Gewerbesteuer sowie mit einer dreiviertel Million Euro an Schlüsselzuweisungen des Staates. Der größte Posten auf Seiten der Ausgaben ist die Umlage an den Landkreis Landsberg. Die beträgt wohl 2,1 Millionen Euro.

Johannes Jais

Auch interessant

Meistgelesen

Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Reichlinger Dirigent Lars Scharding und die 25-Kilo-Wette
Reichlinger Dirigent Lars Scharding und die 25-Kilo-Wette
Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
"D´Ammerseer Utting" feiern 100-jähriges Jubiläum
"D´Ammerseer Utting" feiern 100-jähriges Jubiläum

Kommentare