Schaden in Millionenhöhe

Brandstiftung in Greifenberg: Polizei nimmt 41-Jährige fest

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Sowohl beim Brand in der Wankstraße (Foto) als auch im Föhrenweg geht die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Greifenberg – Eine Brandserie hält die Gemeinde Greifenberg in Atem. Nachdem es am vorvergangenen Wochenende in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Wankstraße zweimal in Folge brannte, schlugen tags darauf erneut Flammen aus einem Mehrfamilienhaus: im Föhrenweg. Die Kripo ging in allen drei Fällen von Brandstiftung aus und hat jetzt eine 41-Jährige aus Greifenberg festgenommen.

Das jüngste Feuer brach in der Nacht zum Donnerstag in einem Kellerraum eines Mehrfamilienhauses im Föhrenweg aus. Gottlob nahm eine Bewohnerin kurz vor Mitternacht Brandgeruch wahr und konnte frühzeitig Polizei und Feuerwehr alarmieren. In Windeseile waren die Greifenberger Floriansjünger vor Ort, hatten das Feuer schnell unter Kontrolle und konnten so ein Ausbreiten der Flammen auf das gesamte Wohnhaus vermeiden.

Alle acht anwesenden Bewohner konnten sich ohne Verletzungen aber mit einem ordentlichen Schrecken in Sicherheit bringen. Am Morgen danach waren bereits die Brandermittler der Kripo Fürsten­feldbruck vor Ort. Deren erste Einschätzung: „Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann ein technischer Defekt als Brandursache ausgeschlossen werden.“

Nach bisherigen Untersuchungen geht die Kripo auch bei den Bränden in der Wankstraße von vorsätzlicher Brandlegung aus. In den Nächten von Freitag auf Samstag sowie Samstag auf Sonntag brannte es jeweils zunächst im Keller. Der Schaden wird hier auf über eine Millionen Euro beziffert. Für die Klärung der exakten Brandursache ist auch ein Gutachter des Landeskriminalamtes im Einsatz.

Weiterhin hat die Kripo eine 16-köpfige Ermittlungsgruppe eingesetzt, die mit Hochdruck daran arbeitet, die Brandfälle in Greifenberg aufzuklären. Mit Erfolg: Im Zuge der intensiv geführten Ermittlungen ergab sich nun ein dringender Tatverdacht gegen eine 41-Jährige aus Greifenberg. Bereits gestern konnte die Frau in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Augsburg festgenommen werden.

Das Motiv für die Taten sei noch unklar, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, es dürfte aber im privaten Bereich zu finden sein. Die Tatverdächtige bewohnte selbst eines der Brandobjekte.

Heute Nachmittag wurde die Frau dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Augsburg vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl, unter anderem wegen schwerer Brandstiftung in drei Fällen. Die 41-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.
Toni Schwaiger

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