Große Fußstapfen sind zu füllen

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Bei seinem Besuch in Landsberg trug sich Ministerpräsident Horst Seehofer in das Goldene Buch der Stadt ein. Oberbürgermeister Mathias Neuner verwies dabei auf den ersten Eintrag im Buch: Hubert von Herkomer.

Landsberg - „Deutschland geht es gut, Bayern geht es besser – und Landsberg noch ein bisschen besser!“ Das hat Ministerpräsident Horst Seehofer bei seinem Besuch in der Lechstadt verkündet. Neben dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt stand im Rathausfestsaal die Landratswahl im Fokus.

Es sei die wichtigste Wahl für die Bürger, so der Ministerpräsident. Daher hatte zunächst CSU-Landratskandidat Thomas Eichinger das Wort. Er legte dem Parteivorsitzenden seine Pläne für den Landkreis dar. Wichtig sei es vor allem, Leben und Arbeiten im Landkreis näher zusammen zu bringen, ein Pendlerlandkreis wolle man schließlich nicht werden. Trotzdem müsse man die Infrastruktur weiter ausbauen, vor allem betreffe das die A 96, aber auch die Schiene. Ebenso die Genehmigung der dritten Startbahn für den Münchener Flughafen wurde sowohl von Eichinger als auch von Seehofer begrüßt. Dies alles könne dazu beitragen, gut ausgebildete Fachkräfte in den Landkreis zu locken, so Landratskandidat Eichinger. 

Auf diesen Punkt kam Horst Seehofer in seiner anschließenden Rede noch einmal zurück: Man müsse darauf achten, dass es sich dabei um eine „gesunde und qualitätsorientierte Entwicklung“ handele und nicht um eine „überhitzte Verballung und Verdichtung“. Das wäre seines Erachtens das „politische Kunstwerk“ daran. Überhaupt müsse der politische Stil stimmen. Deshalb sprach sich Seehofer dafür aus, die Bürger vermehrt in die Entscheidungen der Politik mit einzubeziehen. 

Am Rande der Veranstaltung kam es zu einer Demo vor dem Rathaus. Die Demonstranten der GAL und Bündnis’90/Die Grünen begrüßten Seehofer mit Trillerpfeifen, um gegen seine Atompolitik zu demonstrieren.

Am Rande der Veranstaltung kam es zu einer Demonstration. Mitglieder und Anhänger von GAL und Bündnis ’90/Die Grünen versammelten sich auf dem Hauptplatz vor dem Rathaus. „Mehr Tempo beim Atomausstieg“ forderten sie auf ihrem Banner von dem Ministerpräsidenten. Immer wieder hörte man die Trillerpfeifen bis hoch in den Rathaussaal. Hauptsächlich de­monstrierten sie gegen Seehofers Kurs in Sachen Energiewende und Gentechnik. 

Natürlich liege ihm der Ausstieg aus der Atomkraft am Herzen, so Seehofer. Er habe nicht vor, diesen Prozess zu blockieren: „Die Atomkraftwerke werden bis zum Jahr 2022 abge­schaltet. Da gibt es kein Zurück mehr“, erklärte er seinen Parteifreunden. Schon jetzt werde ein Drittel des Bedarfs aus erneuerbaren Energien gewonnen. Allerdings werde er den geplan­ten Stromtrassen von Nord nach Süd nicht zustimmen, wenn diese wie geplant mit Kohlestrom versorgt werden. 

Am Ende lobte der CSU-Parteivorsitzende die lokalen Politiker. Im Speziellen dankte er Landrat Walter Eichner für sein „Lebenswerk“. Dass es dem Landkreis so gut gehe, liege hauptsächlich an dessen politischer Führung. Das Schlusswort hatte schließlich der Kreisvorsitzende Alex Dorow: Die Politik Eichners sei in vielerlei Hinsicht beispielhaft gewesen. Es gelte also in Zukunft, große Fußstapfen zu füllen.

Astrid Erhard

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