Das Miteinander fördern

Die Rock´n´Roller des FT Jahn Landsberg leisten vorbildliche Nachwuchsarbeit und dafür bekamen Klaus, Yvonne, Stefan und Ute Nowak (von links) das „Grüne Band“ und einen Scheck von DOSB-Jurymitlied Lutz Arndt (hinten) und Herr Geib (rechts) übberreicht. Foto: kb

Für ihre herausragende Nachwuchsarbeit haben am Freitagabend drei Vereine aus dem Bayerischen Sportverband „Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung“ erhalten. Unter den diesjährigen Preisträgern ist bereits zum zweiten Mal die Abteilung Rock´n´Roll der FT Jahn Landsberg. Die Auszeichnung wird bereits seit 26 Jahren von der Commerzbank und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vergeben.

Nachwuchsarbeit wird in den insgesamt drei prämierten Vereinen groß geschrieben: Die Rock‘n´Roll-Tänzer der FT Jahn Landsberg sind seit Bestehen der Abteilung 1978 in allen Klassen in jeder Endrunde vertreten, sowohl bei Bayerischen als auch bei Deutschen Meisterschaften. 2010 und 2011 wurden sechs Tanzpaare für den Landeskader nominiert, fünf sogar für den Bundeskader. Bereits zum zweiten Mal erhielt die Abteilung diese besondere Auszeichnung. „In den letzten Jahren haben wir in der Schüler- und Juniorenklasse gut abgesahnt“, sagt der Landsberger Rock´n´Roll Trainer Klaus Nowak. Das „Grüne Band“ belohnt konsequente Nachwuchsarbeit im Leistungssport, un-abhängig von der Vereinsgröße oder der Popularität der Sportart. Vereine oder einzelne Abteilungen können sich bei ihren Spitzenverbänden bewerben. Mehrere Bayerische und Deutsche Meister brachte der Landsberger Verein in den ver-gangenen Jahren hervor. Doch nicht nur die Erfolge der Tanzpaare spielen beim „Grünen Band“ eine Rolle – entscheidend ist vor allem das Konzept zur Nachwuchsarbeit, bezogen auf die letzten drei Jahre. Dabei spielen viele Faktoren zusammen, sagt Nowak. Etwa wieviele Trainer die Abteilung hat, wieviele Sportler im Förderkader aufgenommen sind oder was der Verein tut, um die Integration zu fördern. Die Trainer der Abteilung Rock´n´Roll der FT Jahn seien insbesondere auch an Schulen gegangen, um Nachwuchs zu gewinnen. „Wir haben dort angeboten, auch einmal eine Sportstunde zu gestalten“, erklärt Klaus Nowak, dessen Ziel es seit vielen Jahren ist, noch mehr Kinder und Jugendliche für diesen Tanzsport zu begeistern. Außerdem habe die Sparte laut Klaus Nowak bereits Kontakt mit dem Jugendamt geknüpft und arbeitet bereits seit Längerem sehr eng mit dem Magnusheim Holzhausen zusammen. Durch die Auszeichnung mit dem „Grünen Band“ wolle man sich in der FT Jahn allerdings nicht auf die faule Haut legen: „Wir werden unsere Ideen und unser Konzept weiterverfolgen und hoffentlich weiterhin erfolgreiche Tanzpaare hervorbringen.“ Von den 5000 Euro Prämie, die die Rock´n´Roller als Preis erhielten, soll zunächst eine dringend benötigte neue Musikanlage angeschafft werden. „Vom Rest wollen wir mit allen einen kleinen Ausflug machen“, berichtet Klaus Nowak. „Sozusagen als kleines Dankeschön für alle, die bei dem Erfolg mitgewirkt haben.“ „Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ gibt es bereits seit 1986. Seitdem förderten die Commerzbank und der Deutsche Olympische Sportbund über 200000 Kinder und Jugendliche in ihren Vereinen mit rund acht Millionen Euro. Michael Vesper, DOSB-Generaldirektor und Jurymitglied, lobt die Arbeit der prämierten Vereine: „Es ist aller Ehren wert, was Sportvereine neben dem sportlichen Aspekt auch im sozialen Bereich leisten.“ Die Sportvereine stärken die Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen, ver-mitteln wichtige soziale Werte und fördern das Miteinander verschiedener gesellschaftlicher Schichten und Kulturen, ist Vesper überzeugt.

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