Mittendrin in Eresing

Mittendrin zwischen Eresing und seinem Ortsteil St. Ottilien, genau in der Mitte zwischen Eresing und Geltendorf, mitten im Gewerbegebiet und zugleich mitten in der Natur liegen die Förderstätte „Sonnenhof“ und das Wohnheim „Rotes Haus“ des Sozialtherapeutischen Netzwerks (STN). Das sagte Bürgermeister Josef Loy jüngst anlässlich der Einweihung des Wohnheims und des Anbaus an die Förderstätte.

Das seien ideale Bedingungen dafür, die Forderung der UN-Konvention nach Inklusion von Menschen mit Handicaps mit Leben zu erfüllen. Loy dankte allen Aktiven, die seit vier Jahren „mit Presslufthammer und Bleistift“ zum Gelingen dieser „unverzichtbaren Einrichtung“ beigetragen haben. Daran hatte die Gemeinde Eresing durch wohlwollende Aufnahme des STN und kontinuierliche Unterstützung ihrer Bauvorhaben, insbesondere durch die Ausweisung einer sauren Wiese zum Baugrundstück, großen Anteil. „Halten’s die Verbindung zu uns, denn ihre Einrichtung gehört zum Dorfleben dazu, und wir von der Gemeinde haben immer ein offenes Ohr für ihre weitere Ausstattung“, riet und versprach der Bürgermeister den STN-Mitarbeitern und -Vorständen. Dem Wunsch nach Einbindung in die christliche Gemeinde kam Gemeindepfarrer Pater Arnold gern nach und segnete beide Häuser. Rund 150 Gäste waren in den Saal des STN gekommen, um den Abschluss der Baumaßnahmen mitzufeiern, darunter der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Goppel, Vertreter der Regierung von Oberbayern und die Behindertenbeauftragte des Landkreises Landsberg, Barbara Juchem. Musikalisch untermalt wurde das Fest von Bewohnern und Mitarbeitern sowie vom „Trio Tramontana“. Im „Roten Haus“ hatten die Mitarbeiter einen „Sinnengarten“ und Fotocollagen gestaltet. Im Anbau, dem „Blauen Haus“, fand die Feier bei Kaffee, Kuchen- und Käsebuffet einen gemütlichen Ausklang. Die neuen Gruppenräume und Sanitäranlagen werden dringend benötigt, da das STN seit 2008 um zehn Menschen mit Behinderungen gewachsen ist. Zurzeit leben in Eresing zwölf Menschen mit Behinderungen, 26 werden von montags bis freitags in der Förderstätte betreut. Zwei weitere Wohnheime betreibt das STN in Windach und Schwifting. Eine vierte Wohn- und Fördergruppe hat ihre Heimat seit vielen Jahren in Grafrath-Marthashofen gefunden, wo 1987 die Erfolgsgeschichte des STN mit fünf Betreuten und zwei Betreuern in einer ehemaligen Garage begann. Heute setzen sich über 80 Mitarbeiter, meist in Teilzeit, und ehrenamtliche Helfer für 39 „Menschen mit Unterstützungsbedarf“ ein. Diese neue Bezeichnung der UN soll allmählich das Bewusstsein dafür stärken, dass alle Menschen – unabhängig von ihrem körperlichen und seelischen Befinden – gleich sind.

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