Vollgas beim MC Welden

Der Fuchstalring kurvt (noch) in der Grauzone

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Baurechtlich noch in der Grauzone: der Fuchstalring des MC Welden, zwischen Leeder und B17 gelegen. Jetzt wird ein Bebauungsplan aufgestellt, danach will der Verein eine Indoor-Halle und einen Unterstellbereich errichten.

Fuchstal – Bislang ist das Gelände des Modellsportclubs (MC) Welden, das sich in der ehemaligen Kiesgrube zwischen Leeder und der B17 befindet, in der Karte nur als Rennstrecke eingetragen; baurechtlich ist „Fuchstalring“ ebenso als Grauzone zu bewerten wie der Platz des Modellflugvereins Fuchstal 500 Meter weiter südlich. Das ändert sich demnächst. Die Gemeinde möchte einen Bebauungsplan aufstellen. Das ist beschlossene Sache. Aktueller Anlass: Die Modellsportler wolle bauen –eine 36x15 Meter große Halle und daneben ein Fotovoltaikdach mit Unterstellbereich

Das besagte Gebiet an der früheren Kiesgrube gehört der Gemeinde, die es seit 1990 an den seit gut 30 Jahren bestehenden Verein verpachtet. Bisher befinden sich dort südlich der Straße zwischen B17 und Leeder ein Trainingsgelände mit einer Rennstrecke von 350 Metern Länge, ein überdachter Fahrerstand und ein Geräte­schuppen.

Die Indoor-Halle soll nun zwischen dem bisher nur im Sommer genutzten und aufwändig gepflegten Platz und der Bahnhofstraße erstellt werden. Das ermöglicht sowohl Training als auch Wettbewerbe im Winterhalbjahr, wie MCW-Vorsitzender Werner Ruf zu verstehen gibt. Aber: Unter Dach werde – im Gegensatz zum Freigelände – nur mit elektrisch betriebenen Modellautos auf ausgelegten Teppichen gefahren. Diese ferngesteuerten Flitzer seien im Maßstab 1:12 und damit auch kleiner als die Buggys, die draußen eingesetzt werden.

Im November fertig

Wenn das Vorhaben genehmigt sei, wolle man mit dem Bau unverzüglich beginnen. Das Ziel sei, im November 2020 einzuziehen, erklärte Ruf auf Nachfrage des KREISBOTEN. Es handle sich bei dem Indoor-Gebäude und bei der offenen Halle nebenan – beide Dächer werden mit Fotovoltaik-Modulen bestückt – um eine „sehr intensive Infrastrukturmaßnahme“ des Vereins.

Zehn der 25 aktiven MCW-Fahrer hätten schon elektrobetriebene Modellautos, schildert der Vereinsvorsitzende. Weitere wollen sich eines anschaffen. Und wo waren sie bisher unterwegs? Fünf Jahre lang haben zehn Fuchstaler den Winter über in einer Halle bei Merching (nahe Augsburg) trainiert. Dort sei aber der Verein aufgelöst worden. Der MC Welden ha 92 Mitglieder; der Großteil davon stammt aus den Gemeinden Fuchstal, Denklingen und Unterdießen. Es handle sich beim MC Welden um einen „sehr etablierten Club“, bekundet Werner Ruf mit Stolz. Der Verein gehe die große Investition in einer Zeit an, in der es immer weniger permanente Rennstrecken gebe.

Zweimal einstimmig

Die Fuchstaler Gemeinderäte waren einstimmig dafür, dass der Flächennutzungsplan für die Gemeinde Fuchstal geändert wird. Einmütig war auch der Beschluss, den Bebauungsplan für das Sondergebiet „Modellautorennstrecke und Modellflugplatz“ aufzustellen. Den Auftrag erhielt der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München, der im Landkreis Landsberg mehrere Gemeinden betreut.

Bürgermeister Erwin Karg schilderte im Gemeinderat, dass das Vorhaben bereits mit der Regierung von Oberbayern vorbesprochen worden sei. In der Indoor-Halle sei zusätzlich zur Rennstrecke auch Platz für Werkbänke, für das Fahrerlager und für eine kleine Küche berücksichtigt. Die zweite Halle nebenan mit Unterstellbereich müsse man sich wie eine offene landwirtschaftliche Maschinenhalle vorstellen, so der Rathaus­chef.
Johannes Jais

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