10 Jahre Montessori-Schule

Den Monte-Rap zum Jubiläum 

+
Mit ihrem „Monte-Rap“ heizten die Schüler zu Beginn der Festveranstaltung zum zehnjährigen Jubiläum der Montessori-Schule im Zelt kräftig ein.

Kaufering – „2002, da war es noch hart – mit nur einer Klasse ging‘s an den Start…“ Das haben am Freitagnachmittag die Buben und Mädchen der Montessori-Schule in Kaufering zur Eröffnung des Festaktes gerappt.

Seit zehn Jahren gibt es die Schule am südwestlichen Ortsrand der Marktgemeinde. „Immer mehr Schüler haben eingecheckt“, sangen die Kinder – und das sei schließlich laut Bürgermeister Erich Püttner ein guter Grund zu Feiern.

Ganz nach dem Montessori-Gedanken bewies die Schulfamilie bei der Gestaltung des Festprogramms besonders viel Kreativität. Mit Charme und Witz führte Sportlehrer Dirk Rosenberg als Moderator durch die Veranstaltung. Neben dem „Monte-Rap“ war auch der Rückblick auf die zehnjährige Geschichte der Montessori-Schule in Kaufering abwechslungsreich: Ehemalige Schüler, Gründungsmitglieder und Lehrer ließen an ihren Erfahrungen teilhaben.

„Wir haben damals ganz bescheiden begonnen“, erinnert sich Geschäftsführer Gustav Müller. Vor über zehn Jahren hatten fünf Eltern beschlossen, eine weiterführende Montessori-Schule in Landsberg zu gründen. In einem leerstehenden Bürogebäude im Gewerbegebiet der Lechstadt hat alles mit nur einer Klasse und etwa 25 Kindern begonnen – schnell wurde es jedoch zu klein.

Zusammen mit dem ehemaligen Kauferinger Bürgermeister Dr. Klaus Bühler machten sich die Verantwortlichen der Montessori-Schule auf die Suche, schließlich wurden sie fündig. „Mein Vorgänger Dr. Bühler hat hier Erstaunliches geleistet“, lobte Püttner. Man musste damals die Grenzen der Gemeinde verändern, weil das ausgesuchte Grundstück für die Schule teilweise auch auf Landsberger Flur lag. „Das war dann sozusagen eine friedliche Übernahme von Grund.“ Mittlerweile lernen unter dem Dach der Montessori-Schule 320 Schüler in 13 Klassen.

Der Landkreis könne sich glücklich schätzen, ein solches Bildungsangebot zu haben, meinte die stellvertretende Landrätin Ruth Sobotta. „Hier ist ein Ort, wo es Spaß macht zu leben und zu lernen.“ Die heitere und ungezwungene Atmosphäre sei Sobotta sofort aufgefallen, diesen Eindruck bestätigte auch CSU-Landtagsabgeordneter Thomas Goppel. „Wir brauchen ein Vorbild wie Montessori“, sagte er.

Offener Unterricht

Mit Herz gingen sowohl die Mitarbeiter als auch die Schüler an ihre Arbeit – das könnte laut Goppel nur auf eine Italienerin zurückzuführen sein. Maria Montessori, italienische Ärztin, Reformpädagogin, Philosophin und Philanthropin, entwickelte die besondere Pädagogik etwa ab 1907. Sie unterscheidet sich besonders durch den offenen Unterricht und das freie Arbeiten der Schüler von anderen Bildungseinrichtungen.

Überaus großes Engagement beweise diese Schule für den Weg ihrer Schüler, sagt Erich Püttner. Verlässlichkeit, Wertschätzung und Respekt seien das oberste Ziel. Dem stimmte auch Ruth Sobotta zu: „Die Montessori-Schule ermöglicht eine nachhaltige Bildung, Fantasie und Kreativität werden gefördert.“

Janina Bauch

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Lisa will Bierkönigin sein
Lisa will Bierkönigin sein
Eine Leiche muss her!
Eine Leiche muss her!
Über 4.000 Stunden fürs Gemeinwohl
Über 4.000 Stunden fürs Gemeinwohl

Kommentare