So macht Schule Spaß

Montessorischüler verschönern Bahnhof mit Graffiti-Kunst

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Auf den Wänden der Unterführung am Bahnhof Kaufering lässt sich ab sofort die Schönheit des Weltraums bestaunen.
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Auf den Wänden der Unterführung am Bahnhof Kaufering lässt sich ab sofort die Schönheit des Weltraums bestaunen.
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Auf den Wänden der Unterführung am Bahnhof Kaufering lässt sich ab sofort die Schönheit des Weltraums bestaunen.
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Auf den Wänden der Unterführung am Bahnhof Kaufering lässt sich ab sofort die Schönheit des Weltraums bestaunen.

Kaufering – Seit vergangener Woche sind die Wände der Unterführung am Kauferinger Bahnhof voll mit Graffiti. Wer jetzt an Vandalismus denkt, liegt aber falsch. Das Ganze ist ein Projekt der Montessorischule. Und das Ergebnis sind alles andere als Schmierereien.

Unterführungen bringt man nicht unbedingt mit Kunst in Verbindung. Grau, dunkel, verdreckt sind eher die Assoziationen. Am Bahnhof in Kaufering ist jetzt das Weltall zu bestaunen. Planeten, Sterne und Galaxien reihen sich an den Wänden aneinander. Verantwortlich dafür sind 13 Siebt- und Achtklässler der Montessorischule. Die Klassenlehrerin Viola Eder hatte die Idee zu dem Graffiti-Projekt. Die Schüler haben dann Vorschläge zur Umsetzung gesammelt. Birgit Kessels, ebenfalls Pädagogin in der Montessorischule, berichtet von den vielen Ideen, die die Jugendlichen hatten. Vorgaben von Seiten der Lehrer gab es nicht. „Man sollte das Potential der Schüler nutzen und hervorholen. Das ist eigentlich das Grundprinzip von Montessori.“

Und tatsächlich scheint einiges an Potential da zu sein. Die Bilder sehen aus, als wäre ein Profi am Werk gewesen. „Wir haben natürlich vorher das Sprayen auf Karton geübt“, meint Klassenleherin Eder. Außerdem hatten die Schüler noch tatkräftige Unterstützung von einem Ehemaligen. Vincent Haack hat schon einiges an Erfahrung, wenn es um Graffiti geht. Er sprüht seit er in der 6. Klasse war und konnte den Jugendlichen Tipps und Tricks im Umgang mit der Spraydose zeigen. „Auch wenn man gut auf dem Papier malen kann, mit der Dose in der Hand ist es etwas ganz anderes“, erklärt Haack.

Natürlich wurde das Projekt von der Gemeinde abgesegnet. Sogar der Bauhof und das Bauamt unterstützten die Schüler bei ihrem Vorhaben und statteten ihnen auch einen Besuch ab. Besonders dankbar ist Kauferings Bürgermeisterin Bärbel Wagener-Bühler ihrer Vorzimmerdame Ann-Kathrin Schopf. Sie habe alles organisiert und dafür gesorgt, dass das Projekt auch tatsächlich zu Stande kommt.

Von dem Ergebnis ist Wagener-Bühler begeistert. Sie wusste natürlich von dem Projekt, die Motivwahl war allerdings eine Überraschung. Dass so ein Projekt unterstützenswert ist, daran hat Wagener-Bühler keinen Zweifel: „Jugendliche sollten sich auch in die Gemeinde einbringen. Und von dem Projekt haben schließlich alles was.“ Die Schüler könnten sich künstlerisch ausleben und hätten Spaß. Und die Bevölkerung würde ebenfalls von der neuen und schöneren Optik der Unterführung profitieren.

Stephanie Novy

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