"Warum nicht hier?"

+
„Gefährliche Liebschaften“ – die erste Produktion der Moreth Company.

Landsberg – Mit einer Pressekonferenz am Freitag hat sich die Moreth Company erstmals offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Das profes- sionelle Theaterensemble um Regisseur und Schauspieler Konstantin Moreth wird seine Basis im Stadttheater Landsberg haben.

Neben Vertretern der Presse waren auch TILL-Vorsitzende Sabine März-Lerch und Claudia Flörke vom Kulturbüro anwesend, als Konstantin Moreth seine Idee vorstellte: „Die Idee treibt mich schon seit 2009 um. Da ich gerne selbständig arbeite und eigene Ideen umsetzen möchte, bleibt eigentlich nur die eigene Truppe“, erklärt Moreth augenzwinkernd. Erste Schritte in diese Richtung sei die Arbeit mit der Theatergruppe der Waldorfschule gewesen, mit der er unter anderem „Blau“ inszeniert hat. Mit Produktionen wie „Dracula“ war Moreth schon oft zu Gast im Stadttheater, die Initialzündung sei allerdings während der Arbeit zum „Weißen Rössl“ mit der landsberger bühne passiert. „Das war so eine tolle Zusammenarbeit, gerade mit dem Stadttheater-Team, dass ich dachte: warum eigentlich nicht hier?“ Theaterleiter Florian Werner unterstützt die Idee: „Ich weiß, wie Konstantin arbeitet und habe da vollstes Vertrauen, dass da etwas qualitativ hochwertiges herauskommt.“ 

Wie schaut die Zusammenarbeit mit dem Stadttheater konkret aus? Die Moreth Company wird im Stadttheater proben und grundsätzlich die Premiere der Stücke und einige Vorstellungen dort abhalten. Dann gehen die Stücke deutschlandweit auf Tournee, als „Heimat“ und Premierenort wird Landsberg kommuniziert. Damit wird die Company quasi zum Botschafter der Lechstadt und des Stadttheaters. Wie viele Projekte es pro Jahr geben wird, hängt von der Verfügbarkeit der Schauspieler ab, die neben der Arbeit für die Company noch anderweitig engagiert sind oder für Dreharbeiten vor der Kamera stehen. 

Unter den Stammspielern der Moreth Company finden sich Namen wie Stefan Lehnen, der in Landsberg unter anderem in „Dracula“, „Romanze in D“ oder „Gatte gegrillt“ zu sehen war, Armin Schlagwein (bekannt aus den Fernsehserien u.a. „Wege zum Glück“, „Soko 5113“, „Rosenheim-Cops“) oder David Zimmerschied, der für mehrere Kinofilme mit Sigi Zimmerschied, Marcus H. Rosenmüller oder Oliver Hirschbiegel arbeitete. Finanziert wird das Ganze durch den Verkauf der Inszenierung als Gastspiele. „Natürlich wäre es hilfreich, wenn sich noch der ein oder andere Sponsor finden würde“, hofft Moreth. 

Mit der Adaption des Briefromans von Choderlos de Laclos „Gefährliche Liebschaften“ wird die Moreth Company am 9. April nächsten Jahres die erste Premiere in Landsberg feiern – eine Wiederaufnahme einer Produktion, die Konstantin Moreth 2012 für das Kulturmobil Niederbayern inszenierte und die mit großem Erfolg mit mehr als 30 Vorstellungen durch Niederbayern tourte. Mit dabei ist auch Moreths Tochter Hannah als Cécile. „Sie ist der einzige Nicht-Profi, kommt aber dafür in vierter oder fünfter Generation aus einer Schauspieler-Familie“, meint der stolze Vater. Moreth Company mit „Gefährliche Liebschaften“, am 9., 10. und 11. April 2015, Stadttheater Landsberg, jeweils 20 Uhr.

Patricia Eckstein

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Töpfermarkt am Limit
Töpfermarkt am Limit
Deko und Kunstobjekte aus aller Welt
Deko und Kunstobjekte aus aller Welt
Polizei bremst führerloses Auto auf der B17 bei Denklingen aus
Polizei bremst führerloses Auto auf der B17 bei Denklingen aus

Kommentare