100 Motive aus drei Schulen

Paul Turba brachte diesen Motivvorschlag zur 11. Langen Kunstnacht ein. Foto: kb

Nach zehn Jahren „Lange Kunstnacht“ startete die Stadt erstmalig den Versuch, das Motiv für die „Lange Kunstnacht“ im Rahmen eines Schülerwettbewerbes zu besetzen. Mit Erfolg! Rund 100 Vorschläge für das dies­jäh­rige Motiv haben Schüler von DZG, IKG und Waldorfschule eingereicht. Die Bandbreite reicht von Radierungen über Zeichnungen bis hin zu Fotoinstallationen und sogar Aquarellen.

„Die Qualität der Arbeiten ist zum Teil außergewöhnlich“, freut sich OB Ingo Lehmann über den unerwartet großen Rücklauf. „Nun obliegt es der Jury, aus den vielen sehr guten Entwürfen ein Motiv herauszupicken und zu prämieren.“ Ihr gehören Vorjahres-Motivgeber Wolfgang Hauck, Museumsleiterin Sonia Fischer, Grafik-Designerin Sabine Hauff-Grimm, Projektkoordinatorin Sabine Jochner-Wallner Pressesprecherin Eva Schatz an und müssen demnächst das Siegermotiv benennen. Vorwiegend 9. und 10. Kunstklassen haben am Wettbewerb teilgenommen, die Sorge hiesiger Künstler, das Motiv könnte nicht „künstlerisch“ genug sein, scheint nach der Sichtung aller Einreichungen jedenfalls unberechtigt. „Wir haben in diesem Jahr ganz bewusst den Nachwuchs mit ins ‚Kunstnachtboot’ geholt, um auch diese Gruppe junger Bürger zu involvieren“, so Jochner-Wallner. „Es liegt uns am Herzen, dass die Lange Kunstnacht eine Veranstaltung für Menschen jeder Altersgruppe ist und eine Heranführung an die Kunst – auch gerne etwas legerer als etwa im Rahmen einer rein musealen Atmosphäre – gelingt“. Sobald die Jury das Gewinnermotiv ermittelt hat, werden alle teilnehmenden Schulklassen informiert; die Übergabe des Gewinnerschecks in Höhe von 2000 Euro erfolge nicht an einen einzelnen Preisträger, sondern an die gesamte Schulklasse. „Nachdem ein Schüler, im Gegensatz zum teilnehmenden Künstler, wirtschaftlich und werbetechnisch nicht unbedingt von Veröffentlichungen oder der Platzierungen ‚seines’ Motivs auf den Drucksorten der Kunstnacht profitiert, haben wir versucht, den ungefähren Gegenwert der öffentlichkeitswirksamen Präsenz zu kalkulieren und mit einer Zahl aufzuwiegen“, begründet Jochner-Wallner die Entscheidung der Stadt. Ziel sei es im Übrigen, jene 30 Entwürfe, die in die engere Wahl gekommen sind, auch im Rahmen einer Sonderausstellung während der Langen Kunstnacht 2011 zu zeigen.

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