Gemeindezuschuss verdreifacht

Mehr Geld für die Musik im Fuchstal

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Von der neuen Regelung im Fuchstal profitieren beide Vereine: die Blaskapelle Markt Leeder (Foto, beim Sternmarsch in Denklingen) und die Musikkapelle Asch.
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Von der neuen Regelung im Fuchstal profitieren beide Vereine: die Blaskapelle Markt Leeder und die Musikkapelle Asch (Foto, beim Trachtenfest in Reichling) mit Dirigent Xaver Wiedenmann.

Fuchstal – Ende Juli ist das Thema noch vertagt worden, jetzt haben die Fuchstaler Räte eine Entscheidung getroffen: Die Gemeinde zahlt an die Musikkapellen in Leeder und Asch eine deutlich höhere Dirigenten-Entschädigung. Künftig sind es für jedes der beiden Orchester 1.500 Euro im Jahr.

Den Antrag auf Erhöhung hatte Kathrin Bermann gestellt, die Vorsitzende beim Musikverein Markt Leeder. Bürgermeister Erwin Karg führte in dies Diskussion mit den Worten ein, dass bei einer Erhöhung konsequenterweise auch bei der Musikkapelle in Asch genauso verfahren werden solle. Zehn Räte votierten für 1.500 Euro an jede der Kapellen. Den Vorschlag von Anton Weinholzner, „nur“ eine 100-prozentige Steigerung von 500 auf 1.000 Euro vorzunehmen, haben nur sechs Räte befürwortet.

Wie im KREISBOTEN berichtet, hat die Blaskapelle Markt Leeder seit Juli einen neuen Dirigenten. Es ist der junge freiberufliche Musiker Hansi Daxer aus Altenstadt. Wieviel der Verein für dessen Tätigkeit in Proben und Aufführungen bezahlt, ist ganz unabhängig von dem Betrag, den der Verein ab 2018 von der Gemeinde erhält. Ausdrücklich betont Pressesprecher Thomas Metschl für die Blaskapelle, dass der jüngste Zuschussantrag „keinerlei Bezug“ zum neuen Dirigenten „oder gar dessen Honorarvorstellungen“ habe.

Bei der Musikkapelle Asch steht mit Xaver Wiedenmann ein heimisches Gewächs am Dirigentenpult. Der finanzielle Aufwand ist im Vergleich zu einem beruflichen Musiker, wie ihn mittlerweile einige Kapellen haben, gering.

Gemeinderat Josef Weber, seines Zeichens auch Trompeter in der Blaskapelle Leeder, verwies darauf, dass mit dem Bau des Musikerheimes vor zehn Jahren und mit auswärtigen Dirigenten das finanzielle Polster aufgezehrt sei. Der Verein habe in den letzten zehn Jahren 21.700 Euro für Dirigenten bezahlt, aber auch jedes Jahr 500 Euro für Strom und Heizung im Musikerlokal an die Gemeinde überwiesen. Rats- und Trompeterkollege Matthias Engel merkte dazu nur an: „Unser jetziger Dirigent wird eher günstiger.“ Damit meinte er den Vergleich mit den zwei vorhergehenden musikalischen Leitern. Franziska Welz sagte dazu, dass die Musikkapellen „Kulturträger und Aushängeschilder der Gemeinde seien“. Bürgermeister Karg ergänzte, dass die Musikvereine mit 30 bis 40 Leuten zu vielen Anlässen aufspielten – „und das für wenig Geld“.

Auch Christoph Kneißl machte sich für 1.500 Euro an jede Kapelle stark. Woanders gebe die Gemeinde viel Geld aus; im Vergleich dazu seien die Zahlungen an die Vereine gering. Einig war man sich im Gremium aber, dass diese Entschädigung speziell für die zwei Blaskapellen gewährt werde, beim Männerchor Fuchstal/Steinholz werde sie so nicht angewandt.

Johannes Jais

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