Von der Welt nach Utting

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Abi Ofarim voll in Action mit alten und neuen Hits im Strandbad Utting.

Utting – Zugegeben… seine Zeiten als Weltstar sind lange vorbei, doch noch immer zieht der Name Abi Ofarim magisch an. So kamen bei seinem Mini-Open-Air-Konzert im Uttinger Strandbad alte und neue Fans und auch Neugierige in Scharen. Kein Stuhl im Biergarten unter der Markise blieb mehr frei, sogar auf die Liegewiese musste ausgewichen werden.

Ermöglicht hat das Konzert mit der Musiklegende Strandbadchef Rupert Riedel, der damit seinen treuen Stammgästen und der Uttinger Bevölkerung einfach mal „Danke“ sagen wollte. Ohne Eintritt, nur mit einem kleinen Getränkeaufschlag. Riedel hat bewusst keine überregionale Werbung für den Abend gemacht, denn er sollte nur für „seine“ Uttinger und die Feriengäste stattfinden. Durch einen gemeinsamen Freund ist der Handschlag-Deal mit Abi Ofarim zustande gekommen.

Musiklegende im Strandbad Utting

Bei seinem ersten Besuch am Ammersee vor ein paar Wochen war der Sänger von Utting und der Landschaft derart fasziniert, dass er versprach, „singend“ wiederzukommen. Dieses Versprechen machte er mit seinem Auftritt im Strandbad wahr. Unter den begeisterten Zuhörern waren Hardcore-Fans wie der Uttinger Herbert Kranz (71) mit Ehefrau, der ein altes Notenheft mit allen Esther und Abi Ofarim-Hits mitbrachte und in vorderster Reihe im Takt mitwippte. Und die ganz jungen Fans saßen auf dem Boden vor der provisorisch errichteten Bühne und lauschten fasziniert Abi Ofarim, der mit seinen mittlerweile 77 Jahren immer noch eine Granatenstimme hat. 

Nur mit eigener Gitarrenbegleitung und etwas Rhythmus seines singenden Freundes und Tontechnikers Rainer Trepesch brachte er alte Hits und aktuelle Songs, die er erst kürzlich auf einer neuen CD veröffentlicht hat. Der Beifall des Publikums bewies, dass es Abi „immer noch drauf hat“. Wie früher, als er zwischen 1960 und 1969 mit seiner Frau Esther gut ein Dutzend Welthits landete, darunter „Morning of my Life“, „Cinderella Rockefella“ oder den humorvollen Song „Noch einen Tanz“. 

Das Duo wurde mit 50 Goldenen Schallplatten und diversen Musikpreisen ausgezeichnet und trat in ausverkauften Hallen auf der ganzen Welt auf. Abi Ofarim machte nach der Trennung von Esther solo weiter und war auch als Komponist und Produzent erfolgreich wie z. B. mit dem Hit „So ein Mann“ von Primaballerina Margot Werner. Seine Söhne Gil Ofarim und Tal Ofarim haben das Talent scheinbar geerbt, denn auch sie sind erfolgreiche Sänger und Musiker. 

Nach den vielen Auf und Abs, Skandälchen und Schlagzeilen seiner langen Karriere ist Abi Ofarim inzwischen „altersweise“ geworden und engagiert sich vorbildlich im sozialen Bereich. Er hat den Verein „Kinder von gestern e.V.“ gegründet und betreibt in München das „Jugendzentrum für Senioren“. Hier gibt er alten Menschen, eben den Kindern von gestern, ein „Wohnzimmer“, wo sie jeden Werktag bewirtet, betreut und unterhalten werden. Dieses Zentrum wird durch Spenden und Sponsoren am Leben gehalten. 

Ein Grund, warum Abi Ofarim auch kleine Termine wie jetzt am Ammersee gerne wahrnimmt, da er hier für seinen Verein Werbung machen und auch Spenden sammeln kann. Die Uttinger Fans von Abi Ofarim ließen sich nicht zweimal bitten und spendeten zahlreich. Strandbadchef Rupert Riedel war rundum zufrieden mit dem Konzertabend, zumal sich auch seine im Ort teilweise umstrittene Markisenüberdachung des Biergartens bestens bewährt hat, als ein kühler Wind aufkam.

Dieter Roettig

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