Mit Talent und Fleiß

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Nach dem Spiel vor der Jury eine spontane Zugabe in Landsbergs guter Stube. Das junge Streichquartett mit Julia Gerum (von links), Franziska Klaus, Milena Rost (Bratsche) und Carlotta Schnurbein am Cello.

Landsberg – Ihren Emotionen freien Lauf ließen Kinder und Jugendliche, als beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ am Samstagabend die Ergebnisse verkündet wurden. Einige machten Freudensprünge auf der Bühne, bei anderen flossen Tränen. Knapp 150 Kinder und Jugendliche stellten sich der Jury. Das jüngste Talent war Moritz Schmid aus Peiting mit nur fünf Jahren am Klavier. Zahlenmäßig stark vertreten waren Nachwuchsmusiker aus dem Kreis Landsberg.

Unter den Kindern und Jugendlichen aus den drei Landkreisen Landsberg, Weilheim- Schongau und Garmisch-Partenkirchen hat eine beachtliche Zahl von den Jurys – insgesamt waren es acht Bewertungsteams – einen ersten Preis mit 23 und mehr Punkten zugesprochen bekommen. Dies bedeutet die Fahrt zum Landeswettbewerb, der heuer vom 7. bis 11. April in Bad Kissingen im Norden Bayerns ausgerichtet wird.

Zu denjenigen, die nach Bad Kissingen dürfen, gehört auch das Trio mit den drei jungen Blechbläsern aus der Gemeinde Denklingen. Das sind Lorenz Eglhofer aus Epfach sowie Raphael Steinmeier und Lena Schmid aus Denklingen. Alle drei lernen Trompete. Volle Punktzahl erhielt gar ein Celloquartett; eine der vier Musizierenden war dabei Esther Steinmeier aus Denklingen, die anderen drei Mädchen sind aus dem Bereich München und Fürstenfeldbruck.

Die volle Punktzahl am Drumset gab’s ebenso für Elias Preißinger aus Dießen (25 Punkte). Er fährt ebenso wie Laurenz Heugel aus Landsberg (24 Punkte) zum Landeswettbewerb. Ganz routiniert ging Laurenz Heugel den Wettbewerb an. Der 15-jährige Schlagzeuger, der voriges Jahr schon beim Bundeswettbewerb in Kassel einen ersten Preis erreicht hatte, spielte drei Stücke am Drumset. War er früher bei Jugend musiziert mehr klassisch in der Percussion unterwegs, so war diesmal Rock-Pop mit Metal gefordert. Leon Beba aus Utting ergänzte den Sound mit fetten Einwürfen auf der E-Gitarre. Beide warteten am späten Nachmittag mit einer Zugabe auf.

Eine Zugabe ganz anderer Art gab es am Rand von Jugend musiziert: Grad so, als ob sie nach der Anspannung vor der Jury im Saal langsam herunter kommen wollen, begaben sich vier junge Musikerinnen auf die Straße. Julia Gerum aus Landsberg, Franziska Klaus aus Eresing (beide Violine), Milena Rost aus Landsberg (Viola) und Carlotta Schnurbein (Kaufering, Cello) packten vor dem Gasthof Mohren ihre Instrumente aus und gaben im Freien einige Stücke zum Besten.

In einer Stadt

Im Gegensatz zu 2016, als ein Teil der Vorspiele beim Regionalwettbewerb auch in Schongau ausgerichtet wurde, war heuer alles auf Landsberg konzentriert. In vier verschiedenen Spielstätten war dort den ganzen Tag über die Bewertung der Solisten und Ensembles angesagt. Der Schwerpunkt lag heuer auf dem Fach Klavier. Gut 60 Nachwuchs­pianisten zeigten ihr Können. Für die Teilnehmer verlief der Wettbewerb höchst erfreulich. Bei 98 Wertungen wurden zwei dritte, 21 zweite und 75 erste Preise – 36 davon mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb – vergeben. Es gibt zwei Preisträgerkonzerte. Eines davon ist am Samstag, 25. März, um 18 Uhr im Festsaal des Historischen Rathauses in Landsberg.

Der Abend zur Preisverleihung wurde vom Landsberger Blockflötenquintett eröffnet. Landsbergs dritter Bürgermeister Axel Flörke überreichte die Urkunden. Zuvor freute sich Lothar Kirsch, der Leiter der städtischen Sing- und Musikschule Landsberg, über den Verlauf des Wettbewerbs, bei dem 28 Helferinnen und Helfer im Einsatz waren.

Kulturbürgermeister Flörke zeigte sich „fasziniert“. Die Stadt werde durch den Wettbewerb Jugend musiziert „bereichert“. Und er fügte hinzu: Musikschulen seien Einrichtungen, „die Hand und Fuß haben“. Alle Ergebnisse vom Regionalwettbewerb Landsberg-Schongau für 2017 sind im Internet unter www.jugend-musiziert.org aufzurufen – siehe das Stichwort Regionalwettbewerb. 

Johannes Jais

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