Nach Baupfusch:

Neue Fassade fürs Dießener Ammersee-Gymnasium

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Die Fassade des Ammersee-Gymnasiums wird voraussichtlich ab Herbst saniert.

Dießen – Seit zehn Jahren wird jetzt schon über die Fassadensanierung des Ammersee-Gymnasiums gesprochen. Nun ist es endlich soweit. Im Herbst dieses Jahres sollen die Arbeiten beginnen. Das hat der Kreisausschuss letzte Woche beschlossen.

Das Gebäude des Ammersee-­Gymnasiums ist erst 2006 eröffnet worden. Dass die Fassade jetzt schon erneuert werden muss liegt daran, dass eine der ausführenden Baufirmen es „nicht ordnungsgemäß gemacht hat“, formuliert der Pressesprecher des Landratsamtes Landsberg Wolfgang Müller zurückhaltend. Es gebe an der Fassade Abplatzungen, die durchaus sichtbar sind. Ein Großteil des Gebäudes sei betroffen: überwiegend Metallteile wie Balkone und Handläufe. Daher auch die hohe Summe von zwei Millionen Euro für die Sanierung.

Es kam sogar zu einem Rechtsstreit zwischen dem Landkreis Landsberg und der Firma, die für den Pfusch verantwortlich sein soll. Mehr konnte Müller aufgrund des noch laufenden Verfahrens aber nicht dazu sagen.

Der Landkreis wird für die Sanierung schätzungsweise über zwei Millionen Euro investieren müssen. Die Finanzierung ist auch der Grund, warum es noch nicht gleich los geht. Obwohl die Ausschreibung für das Projekt schon in dieser Woche rausgehen soll, will man die Frist für Angebote möglichst lange hinausziehen. Momentan seien die Kosten noch recht hoch, da derzeit viel gebaut wird. Durch die hohe Nachfrage steigen auch die Preise der Anbieter nach oben. Man hoffe, dass man später im Jahr ein günstigeres Angebot erhalte. Dadurch kann mit den Sanierungsmaßnahmen frühestens im Herbst begonnen werden. Der Hauptteil der Arbeiten werde dann 2019 stattfinden.

Der Schulleiter des Ammersee-Gymnasiums Alfred Lippl zeigte sich jedenfalls sehr erfreut und erleichtert über die Nachricht, dass der Kreisausschuss nun nach einer Baufirma suchen wolle. Auch wenn es momentan keinerlei Einschränkungen in der Funktionalität gebe, wäre die optische Erscheinung der Schule durchaus ein Problem. „Die Farbe blättert ab und das Gebäude sieht aus als wäre es 100 Jahre alt.“ Lippls Meinung nach leide dadurch die Außenwirkung des Gymnasiums. Bei bereits bestehenden Schäden sei außerdem auch die Hemmschwelle niedriger, selbst etwas kaputt zu machen beziehungsweise das Gebäude nicht so zu behandeln, wie es sein sollte.

Obwohl die großflächigen Arbei­ten an dem Gebäude des Ammersee-Gymnasiums sicherlich auch Auswirkungen auf den Schulalltag und dessen Abläufe haben werden, nimmt Lippl das gerne in Kauf. Für ihn zähle, dass der Eindruck der Schule durch die bröckelnde Fassade nicht mehr leide.

Jetzt heißt es aber erstmal abwarten: Die Suche nach einer Baufirma ja gerade erst begonnen hat. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass diese Firma eine wird, die ihr Handwerk besser versteht als die vorherige.

Stephanie Novy

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